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Meta zählt zu Microsofts größten KI-Cloudkunden

Veröffentlicht am 20. August 2026 0 Aufrufe

Meta Platforms zählt inzwischen zu den größten Kunden von Microsoft im Bereich künstliche Intelligenz und gibt jährlich mehrere hundert Millionen Dollar für den Zugang zu KI-Modellen über die Cloudplattform Azure aus. Das berichtete Bloomberg News am Donnerstag, dem 20. August, unter Berufung auf eine mit der Vereinbarung vertraute Person. Der Bericht beschreibt eine bedeutende Geschäftsverbindung zwischen zwei Konzernen, die zugleich um Nutzer, Fachkräfte und Einfluss auf dem weltweiten KI-Markt konkurrieren.

Nach Angaben der Quelle verarbeitet Meta über Azure jede Woche Billionen Token. Token dienen als Maßeinheit für Texte und andere Daten, die KI-Modelle verarbeiten; das genannte Volumen deutet somit auf eine umfangreiche Nutzung gemieteter Rechenleistung und Modelldienste hin. Bloomberg gewährte der Person Anonymität, weil es sich um interne Einzelheiten handelt. Meta und Microsoft lehnten eine Stellungnahme ab und bestätigten daher weder die Summe noch die Laufzeit der Vereinbarung oder die genutzten Modelle.

Die Verbindung fällt besonders auf, weil Meta parallel eigene Modelle, Rechenzentren und Rechenkapazitäten aufbaut. Zusätzliche Dienste von Microsoft können dem Social-Media-Konzern flexible Kapazität liefern, während die eigene Infrastruktur wächst; konkrete Arbeitslasten nannten die Unternehmen jedoch nicht. Microsoft erweiterte den Azure-Katalog über die enge Partnerschaft mit OpenAI hinaus und positioniert die Plattform als Marktplatz für mehrere Modellentwickler und Geschäftskunden.

Microsoft meldete im Juli, dass der jährliche Azure-Umsatz erstmals 100 Milliarden Dollar überschritten habe. Der vierteljährliche Cloudumsatz erreichte laut den von AP News aufgegriffenen Unternehmensergebnissen 59,3 Milliarden Dollar und lag 27 Prozent über dem Vorjahreswert. Konzernchef Satya Nadella führte das Wachstum damals auf das Vertrauen der Kunden zurück. Metas nun gemeldete Nutzung liefert ein konkretes Beispiel für diese Nachfrage, doch Microsoft weist den Umsatz mit einzelnen Kunden nicht aus.

Der Bericht erscheint zudem in einem außergewöhnlichen Investitionszyklus. Axios berichtete nach den jüngsten Geschäftszahlen, Meta rechne 2026 mit Investitionsausgaben von 130 bis 145 Milliarden Dollar. Microsoft steigerte seine vierteljährlichen Investitionen um 70 Prozent auf 41 Milliarden Dollar, um die Cloud- und KI-Nachfrage zu bedienen. Führende Technologiekonzerne bauen folglich eigene Systeme und kaufen gleichzeitig Kapazitäten voneinander, während Training und alltägliche Anwendung von KI-Modellen zunehmen.

Die Meldung verdeutlicht die wachsende gegenseitige Abhängigkeit der KI-Branche selbst unter direkten Rivalen: Modellentwickler, Cloudbetreiber und Verbraucherplattformen tauschen Zugang zu knappen Rechenressourcen aus. Wesentliche Geschäftsbedingungen bleiben unbekannt, und keine der Firmen kündigte einen formellen Vertrag an. Anleger und Kunden dürften kommende Ergebnisberichte und Pflichtmitteilungen auf Belege für Umfang, Kosten und strategischen Zweck von Metas gemeldeter Azure-Nutzung prüfen.

Quellen: Bloomberg News, Microsoft, AP News, Axios

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