Die vier für die Artemis-II-Mission der NASA ausgewählten Astronauten sind in Quarantäne gegangen, während sich die Weltraumbehörde auf die erste bemannte Reise zum Mond seit mehr als 50 Jahren vorbereitet. Die historische Mission, die nun für den Start am 8. Februar 2026 geplant ist, wird die Rückkehr der Menschheit in den tiefen Weltraum markieren, nach einer Pause, die bis zur Apollo-17-Mission im Dezember 1972 zurückreicht.
Die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der Astronaut der Kanadischen Weltraumagentur Jeremy Hansen haben ihre Quarantänezeit am Freitag, den 23. Januar begonnen. Die Maßnahme ist ein Standardverfahren, um sicherzustellen, dass die Crew keine Krankheiten bekommt, die die Mission verzögern oder gefährden könnten. Während der Quarantäne setzen die Astronauten die letzten Vorbereitungen fort und beschränken den Kontakt zur Außenwelt.
Die Mission wird auf mehrfache Weise Geschichte schreiben, über die erste bemannte Mondreise seit über fünf Jahrzehnten hinaus. Victor Glover wird die erste Person of Color sein, die über die niedrige Erdumlaufbahn hinausreist, während Christina Koch die erste Frau sein wird, die sich in den tiefen Weltraum wagt. Jeremy Hansen wird der erste nicht-amerikanische Staatsbürger sein, der die niedrige Erdumlaufbahn verlässt, was einen bedeutenden Meilenstein für die internationale Weltraumkooperation darstellt.
Die NASA gab am 30. Januar bekannt, dass der Start aufgrund ungewöhnlich kalten Wetters, das Cape Canaveral, Florida, und weite Teile des nordamerikanischen Kontinents betrifft, um zwei Tage vom ursprünglichen Datum des 6. Februar verschoben ist. Die Artemis-II-Rakete rollte am 17. Januar zum Kennedy Space Center, ein Prozess, der etwa acht bis zehn Stunden dauerte.
Die zehntägige Mission wird die vier Astronauten etwa 400.000 Kilometer weit zum Mond bringen, eine Reise, die voraussichtlich drei Tage dauern wird. Einmal in der Mondumlaufbahn, wird die Crew einen Tag damit verbringen, die Rückseite des Mondes zu beobachten, eine Region, die von der Erde aus nicht gesehen werden kann und noch nie direkt von menschlichen Augen aus solcher Nähe beobachtet worden ist.
Artemis II stellt einen entscheidenden Meilenstein im ehrgeizigen Artemis-Programm der NASA dar, das darauf abzielt, eine dauerhafte menschliche Präsenz auf und um den Mond zu etablieren. Die Mission wird kritische Systeme und Hardware testen, die für zukünftige Monderkundungen benötigt werden.
Die internationale Dimension des Artemis-Programms wächst weiter, wobei Oman am 26. Januar 2026 das 61. Land war, das die Artemis-Abkommen unterzeichnete.
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