Zurück zur Startseite Erdrutsche in Neuseeland töten zwei Menschen, Kinder werden vermisst Welt

Erdrutsche in Neuseeland töten zwei Menschen, Kinder werden vermisst

Veröffentlicht am 22. Januar 2026 358 Aufrufe

Mindestens zwei Menschen sind ums Leben gekommen und mehrere weitere, darunter Kinder, werden noch vermisst, nachdem verheerende Erdrutsche am Donnerstag nach Rekordniederschlägen die Region Tauranga in Neuseeland getroffen haben. Die Rettungsdienste führen dringende Such- und Rettungsaktionen in einem Ferienpark durch, wo ein Erdrutsch Zelte, Wohnmobile und Gebäude begrub.

Der erste Erdrutsch traf am frühen Donnerstagmorgen ein Haus in Welcome Bay und tötete zwei Personen, die im Inneren eingeschlossen waren. Zwei weitere Personen konnten vom Grundstück fliehen, während ein anderes Paar in einem nahegelegenen Haus gerettet wurde, wobei eine Person schwere Verletzungen erlitt. Stunden später traf ein zweiter, katastrophalerer Erdrutsch den Beachside Holiday Park am Fuße des Mount Maunganui gegen 9:30 Uhr Ortszeit.

Katastrophenschutzminister Mark Mitchell bestätigte, dass ein junges Mädchen zu den Vermissten auf dem Campingplatz gehört, wobei die Gesamtzahl der nicht auffindbaren Personen als einstellig beschrieben wird. Feuerwehrkommandant William Pike berichtete, dass die Retter zunächst Stimmen hörten, die unter den Trümmern um Hilfe riefen, obwohl in den folgenden Stunden keine Geräusche mehr wahrgenommen wurden. Der Erdrutsch zerquetschte Zelte, Wohnmobile, einen Sanitärblock und Thermalbadeinrichtungen.

Die Katastrophe folgte auf den stärksten Regentag, der jemals in Tauranga verzeichnet wurde, mit 270 Millimetern Niederschlag in nur 24 Stunden, was drei Monaten durchschnittlicher Niederschlagsmenge entspricht. Das spezialisierte Urban Search and Rescue Team der Feuerwehr hat 40 Feuerwehrleute zusammen mit Suchhunden und schwerem Gerät eingesetzt, um die Trümmerschichten sorgfältig zu entfernen. Polizei und St John Ambulance-Teams unterstützen ebenfalls den Einsatz.

Der Bürgermeister des Distrikts Western Bay of Plenty, James Denyer, bestätigte, dass 80 Personen über Nacht im gesamten Distrikt evakuiert wurden, darunter 73 von einem Campingplatz in Waihi. Minister Mitchell beschrieb die Situation als dynamisch und andauernd und betonte, dass die Operationen weiterhin auf Rettung und nicht auf Bergung ausgerichtet sind. Die Suche wird voraussichtlich die ganze Nacht fortgesetzt, während die Rettungsteams gegen die Zeit arbeiten, um Überlebende zu finden.

Quellen: RNZ, Al Jazeera, SBS News, ITV News, 1News New Zealand, Irish Times

Kommentare