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Nordkorea weist internationalen Appell gegen Atomtests zurück

Veröffentlicht am 25. September 2026 9 Aufrufe

Nordkorea hat am Donnerstag, dem 24. September, einen internationalen Appell zum Verzicht auf Atomtests zurückgewiesen. Außenminister trafen sich während der UN-Generalversammlung in New York. Ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums verurteilte den Aufruf von Unterstützern des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen, wie staatliche Medien berichteten und Reuters wiedergab. Damit stellt sich Pjöngjang gegen Regierungen, die an der weltweiten Norm gegen nukleare Explosionen festhalten wollen.

Der Appell stammt von den Freunden des Vertrags, einer Gruppe unter Führung Australiens, Kanadas, Finnlands, Deutschlands, Japans und der Niederlande. In einer gemeinsamen Erklärung nach ihrem Ministertreffen am 22. September bezeichneten sie einen weiteren nordkoreanischen Atomtest als unverantwortlich und inakzeptabel. Sie forderten Pjöngjang außerdem auf, einschlägige Resolutionen des UN-Sicherheitsrats einzuhalten, seine Atom- und Raketenprogramme abzubauen sowie den Vertrag zu unterzeichnen und zu ratifizieren.

Der nordkoreanische Sprecher nannte die Erklärung eine politische Provokation und verteidigte das von seinem Land beanspruchte Recht auf nukleare Fähigkeiten, berichtete Reuters unter Berufung auf die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Im Mittelpunkt steht ein Vertrag, der Testexplosionen von Kernwaffen und andere nukleare Explosionen verbietet. Nach Ansicht seiner Befürworter bremst dieses Verbot die Entwicklung und Verbesserung solcher Waffen.

Die Minister erinnerten in ihrer Erklärung an sechs nordkoreanische Atomtests seit 2006. Bis zum 22. September hatten nach ihren Angaben 188 Staaten den Vertrag unterzeichnet und 179 ihn ratifiziert. Er ist dennoch nicht in Kraft, weil neun ausdrücklich benannte Staaten, darunter Nordkorea und die Vereinigten Staaten, die für diesen Schritt nötige Ratifizierung nicht abgeschlossen haben.

Dem Streit ging zudem ein Treffen der Außenminister Japans und Südkoreas mit US-Außenminister Marco Rubio am 21. September in New York voraus. Japans Außenministerium erklärte, alle drei hätten ihr Ziel einer vollständigen Denuklearisierung Nordkoreas gemäß den Resolutionen des Sicherheitsrats bekräftigt. Früher am Donnerstag erklärte Nordkoreas Außenministerin Choe Son Hui den Atomstatus ihres Landes für unumkehrbar, wie Yonhap unter Berufung auf Staatsmedien berichtete.

Die gegensätzlichen Stellungnahmen zeigen die Distanz zwischen Pjöngjang und den Regierungen, die Abrüstung verlangen. Die Vertragsgruppe rief zur Einhaltung bestehender Moratorien für nukleare Explosionen auf und will weitere Ratifizierungen sowie eine stärkere Überprüfung erreichen. Weder ihr Appell noch Nordkoreas Absage löst den Konflikt um das Waffenprogramm; künftige Verhandlungen müssen diese Differenz behandeln.

Quellen: Reuters; Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization; Japan Ministry of Foreign Affairs; Yonhap News Agency

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