Zurück zur Startseite Perseiden erreichen ihren Höhepunkt unter ungewöhnlich dunklem Himmel Wissenschaft

Perseiden erreichen ihren Höhepunkt unter ungewöhnlich dunklem Himmel

Veröffentlicht am 9. August 2026 796 Aufrufe

Der jährliche Perseiden-Meteorstrom nähert sich einem besonders günstigen Höhepunkt, denn ein Neumond hält den Nordhimmel in der Nacht vom 12. auf den 13. August dunkel. Associated Press veröffentlichte die Prognose am 9. August. NASA und Meteororganisationen erklärten, dass Menschen an ausreichend dunklen Orten bei wolkenfreiem Himmel Dutzende Leuchtspuren pro Stunde sehen können.

Die NASA bezeichnet die Perseiden als einen der ergiebigsten und beliebtesten Meteorströme des Jahres und nennt unter Idealbedingungen etwa 50 bis 100 Meteore je Stunde. Die American Meteor Society rechnet für ländliche Standorte vorsichtiger mit ungefähr 30 bis 50. Diese Zahlen sind keine Garantie: Lichtverschmutzung, Wolken, Dunst und ein eingeschränktes Sichtfeld verringern die tatsächlich sichtbare Menge.

Das Schauspiel entsteht, wenn die Erde eine Spur aus Staub und kleinen Gesteinsfragmenten des Kometen 109P/Swift-Tuttle durchquert. Laut NASA dringen die Teilchen mit ungefähr 59 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein. Sie erhitzen die umgebende Luft und erzeugen helle Bahnen, die häufig Sternschnuppen heißen. Größere Fragmente können besonders intensive, länger anhaltende Feuerkugeln hervorrufen.

Der Strom bleibt mehrere Wochen aktiv, doch Fachleute erwarten die höchste Aktivität um den 12. und 13. August. Die International Meteor Organization setzt das Hauptmaximum am 12. August gegen 21:00 Uhr UTC an. Nach Angaben der American Meteor Society steigt der Radiant im Sternbild Perseus für nördliche Beobachter nach Mitternacht höher. Ein Teleskop ist unnötig; auch der direkte Blick auf Perseus hilft nicht, da Spuren überall am Himmel erscheinen können.

Beobachter sollten einen sicheren, offenen Platz fern von Stadtlicht aufsuchen, ihren Augen 20 bis 30 Minuten zur Anpassung an die Dunkelheit geben und Bildschirme meiden. Eine liegende Position eröffnet ein größeres Blickfeld. Nördliche Breiten erhalten die beste Sicht, weil Perseus dort hoch steigt. In weiten Teilen der Südhalbkugel fällt der Blick begrenzter aus, obwohl vor der Morgendämmerung einzelne Meteore sichtbar sein können.

Der Neumond beseitigt in diesem Jahr eine wichtige natürliche Blendquelle und macht schwache Meteore leichter erkennbar, doch das örtliche Wetter bleibt entscheidend. Dem Höhepunkt geht am 12. August eine totale Sonnenfinsternis über einem schmalen Streifen von Grönland, Island und Spanien voraus. Astronomen betonen, dass bloße Augen für Meteore sicher sind; die Finsternis am Tag verlangt hingegen geeigneten Sonnenschutz.

Quellen: Associated Press, NASA, American Meteor Society, International Meteor Organization

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