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Russland warnt: Auslandische Truppen in Ukraine werden legitime Ziele

Veröffentlicht am 8. Januar 2026 110 Aufrufe

Russland hat eine deutliche Warnung an westliche Nationen ausgesprochen und erklärt, dass alle in der Ukraine stationierten ausländischen Truppen als "legitime Ziele" betrachtet werden – nur wenige Tage nachdem Großbritannien und Frankreich zugesagt haben, im Falle eines Friedensabkommens Militärkräfte zu entsenden.

"Das russische Außenministerium warnt, dass der Einsatz von Militäreinheiten, militärischen Einrichtungen, Lagern und anderen Infrastrukturen westlicher Länder auf ukrainischem Territorium als ausländische Intervention eingestuft wird", erklärte Sprecherin Maria Sacharowa am Donnerstag in einer offiziellen Stellungnahme.

Die Warnung erfolgt, nachdem der britische Premierminister Keir Starmer und der französische Präsident Emmanuel Macron eine historische "Absichtserklärung" nach einem Treffen der Koalition der Willigen in Paris unterzeichnet haben, bei dem Vertreter aus 35 Ländern den Sicherheitsrahmen der Ukraine diskutierten.

"Nach einem Waffenstillstand werden Großbritannien und Frankreich Militärstützpunkte in der gesamten Ukraine einrichten und geschützte Einrichtungen für Waffen und militärische Ausrüstung bauen, um die Verteidigungsbedürfnisse der Ukraine zu unterstützen", kündigte Starmer nach dem Gipfel an.

Macron deutete an, dass Frankreich "mehrere Tausend" Soldaten beisteuern könnte und bezeichnete die Sicherheitsgarantien als "robust". Der französische Präsident erläuterte auch, dass die USA einen Waffenstillstands-Überwachungsmechanismus mit europäischer Beteiligung leiten würden.

Der Pariser Gipfel markierte eine bedeutende Entwicklung mit der Teilnahme der Trump-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner – das erste Mal, dass US-Vertreter an Koalitionsgesprächen teilnahmen. Witkoff betonte, dass die Sicherheitsprotokolle darauf abzielen, "jeden Angriff abzuschrecken" und "zu verteidigen", wenn Angriffe erfolgen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte die Vereinbarungen als konkrete Zusagen statt leerer Versprechen, identifizierte jedoch die Territorialfrage – insbesondere die russischen Forderungen nach der Donbas-Region – als das bedeutendste ungelöste Problem.

NATO-Chef Mark Rutte zeigte sich optimistisch: "Ich bin absolut überzeugt, dass Putin, wenn dies umgesetzt wird, nie wieder versuchen wird, die Ukraine anzugreifen".

Allerdings sind nicht alle europäischen Nationen bereit, Bodentruppen zu entsenden. Deutschland signalisierte Zurückhaltung, wobei Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, deutsche Streitkräfte würden aus Nachbarländern überwachen. Belgien versprach Marine- und Luftunterstützung, während Kroatien und die Tschechische Republik den Truppeneinsatz ablehnten.

Premierminister Starmer räumte die bevorstehenden Herausforderungen ein: "Die schwierigsten Strecken liegen noch vor uns". Russland hat den Rahmen nicht gebilligt, und Präsident Wladimir Putin hatte zuvor im September erklärt, dass alle westlichen Truppen in der Ukraine als legitime militärische Ziele betrachtet würden.

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