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Samsungs Rekordgewinn zeigt das Ausmaß des KI-Speicherbooms

Veröffentlicht am 30. Juli 2026 397 Aufrufe

Samsung Electronics meldete am Donnerstag, dem 30. Juli, für das zweite Quartal einen Rekordbetriebsgewinn von 89,5 Billionen Won, rund 62 Milliarden Dollar. Die Nachfrage nach Speicherchips für Server mit künstlicher Intelligenz trieb den südkoreanischen Technologiekonzern zu diesem historischen Ergebnis. Nach Angaben der Associated Press stieg der Gewinn von April bis Juni im Jahresvergleich um mehr als das Neunzehnfache; der Quartalsumsatz erreichte mit 171,5 Billionen Won oder etwa 119 Milliarden Dollar ebenfalls einen Höchststand.

Fast der gesamte Betriebsgewinn stammte laut AP aus Samsungs Halbleitergeschäft. Steigende Speicherpreise, größere Lieferungen von Hochbandbreitenspeicher und anhaltende Bestellungen von Komponenten für KI-Server glichen einen Betriebsverlust in der Sparte für Mobilgeräte, Fernseher und Haushaltsgeräte aus. Dort belasteten höhere Komponentenkosten das Ergebnis.

Samsung erklärte Anlegern, die Speichernachfrage dürfte in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 stark bleiben, weil Technologiekonzerne ihre KI-Infrastruktur weiter ausbauen und zunehmend autonome KI-Systeme einsetzen. Das Unternehmen erwartet eine schnellere Nachfrage nach Serverchips und weiterhin ein knappes Angebot. Manager Kim Jaejune sagte in der Ergebniskonferenz, die Nachfrage wachse schneller als die Produktion; die Lücke zwischen Angebot und Bedarf könne sich 2027 weiter vergrößern.

Der Konzern sicherte sich langfristige Lieferverträge mit fünf großen weltweiten Rechenzentrumskunden und führt Gespräche mit weiteren Technologiekonzernen, berichtete AP. Samsung nannte die Kunden nicht. Zudem will das Unternehmen noch vor Ende 2026 mit dem Bau einer zweiten Halbleiterfabrik in Taylor im US-Bundesstaat Texas beginnen und dort bis 2030 die Produktion aufnehmen.

Die Zahlen folgten einen Tag auf den Rekordquartalsumsatz von SK Hynix in Höhe von 60,5 Billionen Won. Samsung und SK Hynix produzieren zusammen ungefähr zwei Drittel der weltweiten Speicherchips. Ihre Produktionsentscheidungen prägen deshalb Preise und Verfügbarkeit jener Komponenten, die KI-Beschleuniger, Server und Rechenzentren benötigen. Im Juni kündigten beide Unternehmen gemeinsam Investitionen von 800 Billionen Won in ein neues südkoreanisches Zentrum für Chipfertigung an.

Die Rekordergebnisse beseitigen Zweifel an der Dauer des Investitionsbooms nicht. Die Aktien beider Hersteller gaben im Wochenverlauf nach, während Anleger die enormen Kapazitätsausgaben, unsichere langfristige Erträge und wachsende chinesische Konkurrenz bewerteten. Dazu zählen Berichte über heimische chinesische Immersionslithografie und das Börsendebüt des Speicherherstellers ChangXin Memory Technologies. Samsung muss nun zeigen, dass neue Fabriken Engpässe verringern, ohne bei schwächerer KI-Nachfrage Überkapazitäten zu schaffen.

Quellen: Associated Press, Samsung Electronics Investor Relations

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