Zurück zur Startseite KI-Speicherbedarf treibt Umsatz und Cashflow von Seagate Technologie

KI-Speicherbedarf treibt Umsatz und Cashflow von Seagate

Veröffentlicht am 29. Juli 2026 744 Aufrufe

Seagate Technology meldete am Mittwoch einen kräftigen Anstieg von Quartalsumsatz und Gewinn. Das Unternehmen führte die Entwicklung auf eine robuste Nachfrage aus Cloud-Rechenzentren und wachsende Arbeitslasten der künstlichen Intelligenz zurück. Im vierten Geschäftsquartal bis zum 3. Juli erreichte der Umsatz 3,629 Milliarden Dollar, 48 Prozent mehr als die 2,444 Milliarden Dollar des Vorjahres; der Nettogewinn nach GAAP stieg von 488 Millionen auf 1,294 Milliarden Dollar.

Die in Singapur veröffentlichten Zahlen schlossen ein Geschäftsjahr ab, in dem der Umsatz um 34 Prozent auf 12,195 Milliarden Dollar zulegte. Der jährliche GAAP-Nettogewinn erhöhte sich von 1,469 Milliarden auf 3,184 Milliarden Dollar und damit auf mehr als das Doppelte. Der verwässerte Gewinn je Aktie stieg von 6,77 auf 13,90 Dollar. Seagate bezifferte den freien Cashflow auf den Unternehmensrekord von 3,105 Milliarden Dollar, nach 818 Millionen im Geschäftsjahr 2025.

Vorstandschef Dave Mosley erklärte die Leistung mit der Nachfrage aus Cloud-Rechenzentren und disziplinierter Umsetzung. KI beschleunige die Erzeugung von Daten und steigere deren wirtschaftlichen Wert, was den langfristigen Bedarf an Massenspeichern stütze. Seagate bezeichnete seine Mozaic-Plattform und die wärmeunterstützte magnetische Aufzeichnung, kurz HAMR, als zentrale Technik, mit der Kunden größere Datenmengen effizient speichern können.

Die GAAP-Bruttomarge des Quartals weitete sich von 37,4 Prozent im Vorjahr auf 52,3 Prozent aus; der verwässerte GAAP-Gewinn erreichte 5,58 Dollar je Aktie. Auf bereinigter Basis, die bestimmte Posten ausnimmt und nicht direkt mit GAAP vergleichbar ist, meldete Seagate 5,71 Dollar je Aktie und 52,7 Prozent Bruttomarge. Der operative Quartals-Cashflow belief sich auf 1,305 Milliarden Dollar, der freie Cashflow auf 1,118 Milliarden.

Seagate setzte den höheren Mittelzufluss zum Schuldenabbau und für Ausschüttungen ein. Im Quartal tilgte der Konzern 302 Millionen Dollar, im Gesamtjahr 1,4 Milliarden. Zum Jahresende standen Gesamtschulden von 3,6 Milliarden Dollar sowie liquide Mittel von 1,7 Milliarden in der Bilanz. Über Dividenden und Aktienrückkäufe flossen im Jahr 810 Millionen Dollar an Anteilseigner; zusätzlich beschloss Seagate eine Quartalsdividende von 0,74 Dollar mit Zahlung am 7. Oktober an berechtigte Aktionäre.

Für das erste Geschäftsquartal 2027 prognostizierte Seagate 4,1 Milliarden Dollar Umsatz, mit einer möglichen Abweichung von 100 Millionen, sowie einen bereinigten verwässerten Gewinn von 7,30 Dollar je Aktie, mit einer Spanne von 0,20 Dollar. Die Planung unterstellt nur geringe Folgen globaler Zölle und des aktuellen Nahostkonflikts. Zugleich verwies das Unternehmen auf Nachfrage, Handelsbeschränkungen und den Produktionshochlauf HAMR-basierter Produkte als Risiken für die tatsächlichen Ergebnisse.

Quellen: Seagate Technology fiscal fourth-quarter 2026 press release and supplemental financial information, Reuters market coverage

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