Der Senat der Vereinigten Staaten lehnte am 4. März eine Resolution ab, die den Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus den Feindseligkeiten mit dem Iran angeordnet hätte. Die Abstimmung vertiefte die politische Kluft über den Konflikt, während eine wenige Tage zuvor veröffentlichte CNN-Umfrage zeigte, dass fast 60 Prozent der Amerikaner die Militäraktion ablehnen. Das Votum verdeutlichte die Spannungen zwischen Abgeordneten, die den Feldzug der Regierung unterstützen, und jenen, die argumentieren, der Präsident habe seine verfassungsmäßigen Befugnisse überschritten, indem er ohne ausdrückliche Genehmigung des Kongresses Krieg führt. Acht US-Soldaten sind bisher in dem Konflikt ums Leben gekommen, und Verteidigungsbeamte rechnen mit einer Dauer von mindestens vier bis fünf Wochen, möglicherweise auch deutlich länger.
Präsident Trump vertritt eine kompromisslose Haltung und erklärt, er akzeptiere nichts weniger als die bedingungslose Kapitulation des Iran. Verhandlungen jenseits der Kapitulationsbedingungen lehnt er ab. Im Gegenzug verspricht der Präsident, beim Wiederaufbau der iranischen Wirtschaft nach einer Kapitulation zu helfen, und stellt dieses Angebot als Geste amerikanischen guten Willens dar. Die Position der Regierung zieht scharfe Kritik demokratischer Abgeordneter auf sich, die warnen, dass die Forderung nach bedingungsloser Kapitulation den Konflikt verlängert und das Risiko amerikanischer Verluste erhöht. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz reiste nach Washington und traf Trump im Oval Office, um über das Ende des Krieges zu sprechen. Der britische Premierminister Keir Starmer telefonierte am 8. März mit dem Präsidenten über die militärische Zusammenarbeit durch Stützpunkte der Royal Air Force in der Region.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts entwickeln sich zu einem zentralen Thema der amerikanischen Innenpolitik. Die Ölpreise, die vor Beginn der Feindseligkeiten bei etwa 67 Dollar pro Barrel lagen, sind auf über 116 Dollar gestiegen und erhöhen die Kosten für Verbraucher an den Tankstellen sowie die Preise in der gesamten Lieferkette dramatisch. Der Arbeitsmarktbericht für Februar lieferte einen weiteren Rückschlag: Er zeigte einen Verlust von 92.000 Arbeitsplätzen gegenüber einem erwarteten Zuwachs von 50.000 – eine der schlechtesten Beschäftigungszahlen der letzten Jahre. Die Demokraten greifen diese Zahlen auf und argumentieren, der Krieg untergrabe direkt die finanzielle Stabilität gewöhnlicher Amerikaner.
Die politischen Manöver gehen weit über die unmittelbare Kriegsdebatte hinaus. Präsident Trump drängt die republikanischen Senatoren dazu, den legislativen Filibuster aufzugeben, um den SAVE American Act zu verabschieden – ein umfassendes Gesetz, das führende Demokraten als modernes Äquivalent der Wahlunterdrückungsgesetze der Jim-Crow-Ära bezeichnen. Der Vorstoß zur Beseitigung der 60-Stimmen-Hürde für die Verabschiedung von Gesetzen stellt eine erhebliche Eskalation im institutionellen Machtkampf zwischen den beiden Parteien dar und hat das Potenzial, das Kräfteverhältnis in Washington auf Jahre hinaus neu zu gestalten.
Unterdessen blicken die Nachrichtendienste bereits über das Schlachtfeld hinaus. Berichten zufolge hat die CIA Gespräche mit iranisch-kurdischen Gruppen über mögliche politische Szenarien aufgenommen, die sich bei einem Zusammenbruch des aktuellen Regimes in Teheran ergeben könnten. Diese Gespräche deuten darauf hin, dass Teile der US-Regierung sich auf eine Nachkriegslandschaft vorbereiten, selbst während der militärische Feldzug andauert. Dies wirft Fragen über das langfristige amerikanische Engagement und den Umfang künftiger Wiederaufbaubemühungen auf.
Die Demokraten zeigen sich zunehmend überzeugt, dass die öffentliche Frustration über den Krieg und die Wirtschaftslage bei den Zwischenwahlen 2026 zu Zugewinnen führen wird. Parteistrategen richten ihre Wahlkämpfe auf das Thema Bezahlbarkeit aus und verweisen auf steigende Energiekosten und den schwachen Arbeitsmarktbericht als Beleg dafür, dass die aktuelle Politik arbeitenden Familien schadet. Die Partei strebt Mehrheiten sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat an und argumentiert, die Wähler werden die Regierungspartei für die wirtschaftlichen Belastungen zur Rechenschaft ziehen, die den Militäreinsatz im Iran begleiten. Das Zusammentreffen eines kostspieligen Auslandskonflikts, sich verschlechternder Wirtschaftsindikatoren und erbitterter parteipolitischer Auseinandersetzungen schafft eines der volatilsten politischen Umfelder in der jüngeren amerikanischen Geschichte.
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