Wähler in sechs Bundesstaaten gingen am Dienstag an die Urnen — am bisher geschäftigsten Vorwahltag des Zwischenwahlzyklus 2026. Die Abstimmungen in Alabama, Georgia, Idaho, Kentucky, Oregon und Pennsylvania gelten als entscheidender Test für den Einfluss von Präsident Donald Trump auf die Republikanische Partei. Die Wettbewerbe erstrecken sich über mehrere Zeitzonen und umfassen aufmerksam beobachtete Kämpfe auf allen Ebenen, von Senatssitzen bis hin zu Kongressbezirken, in denen Trump seine Unterstützung zum zentralen Thema gemacht hat.
Der wichtigste Wettbewerb des Tages ist die republikanische Vorwahl im vierten Kongressbezirk von Kentucky, in dem der amtierende Abgeordnete Thomas Massie dem Marine-Veteranen Ed Gallrein gegenübersteht, einem von Trump persönlich ausgewählten und unterstützten Herausforderer. Der Präsident hat sich öffentlich mit Massie über mehrere politische Meinungsverschiedenheiten zerstritten, darunter die Freigabe der Jeffrey-Epstein-Akten. Damit gilt dieses Rennen als direktes Referendum über Trumps Fähigkeit, einen amtierenden republikanischen Abgeordneten zu verdrängen. Die externen Ausgaben in diesem Bezirk übersteigen 32 Millionen Dollar und machen dies zur teuersten Vorwahl für das Repräsentantenhaus in der amerikanischen Geschichte.
In Georgia treten mehrere hochkarätige Kandidaten in der republikanischen Senatsvorwahl an, um die Nominierung für das Duell gegen den demokratischen Senator John Ossoff im November zu gewinnen. Zwei langjährige Trump-Verbündete und der Sohn eines legendären College-Football-Trainers gehören zu den führenden Anwärtern. Dieses Rennen gilt als Stimmungsbarometer für die Begeisterung republikanischer Wähler in einem Bundesstaat, der bei den letzten Wahlen hart umkämpft war.
Die Republikaner in Alabama wählen einen Kandidaten für den Senatssitz, den Tommy Tuberville räumt, da er für das Gouverneursamt kandidiert. Der Abgeordnete Barry Moore hat Trumps Unterstützung erhalten, steht aber einem wettbewerbsfähigen Feld gegenüber. Gleichzeitig ziehen in Pennsylvania mehrere umstrittene Kongressvorwahlen nationale Aufmerksamkeit auf sich, da beide Parteien in einem der wichtigsten Swing States des Landes vor den Novemberwahlen Boden gewinnen wollen.
Oregon und Idaho vervollständigen den Sechs-Staaten-Wahlkalender mit bemerkenswerten Wettbewerben in mehreren Hausbezirken in Oregon und lokalen Abstimmungen in Idaho. Politische Analysten bezeichnen diesen Vorwahltag als den bisher klarsten Test dafür, ob Trumps Unterstützungsmacht seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus ihre Wirkung behalten hat. Die Ergebnisse sollen ab dem Abend eintreffen, beginnend mit Kentucky um 18 Uhr Ostküstenzeit.
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