SpaceX meldete für das am 30. Juni beendete Quartal einen Umsatz von 7,81 Milliarden Dollar, 92 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Es handelte sich um den ersten Finanzbericht seit dem Börsengang. Der von Elon Musk geführte Konzern verbuchte einen Nettoverlust von 541 Millionen Dollar oder 9 Cent je Aktie. Associated Press und Axios berichteten jedoch, dass Verlust und Umsatz besser als von Analysten erwartet ausfielen.
Die Konnektivitätssparte mit dem Satelliten-Internetdienst Starlink erzielte 4,29 Milliarden Dollar und damit 66 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Starlink-Abonnenten verdoppelte sich laut AP auf 12 Millionen. Axios zufolge erwirtschaftete die KI-Sparte einschließlich xAI und Grok-Abonnements 2,56 Milliarden Dollar, ein Plus von 247 Prozent. Das Raumfahrtgeschäft steuerte 962 Millionen Dollar bei und legte um 29 Prozent zu.
Das schnelle Wachstum ging mit einem starken Anstieg der Investitionen einher. AP bezifferte die Ausgaben für Infrastruktur und Forschung auf 18 Milliarden Dollar, nach weniger als 3 Milliarden im Vorjahr. Finanzchef Bret Johnsen stellte für die kommenden zwei Quartale ähnlich hohe Investitionsausgaben in Aussicht. Axios zufolge verfügte der Konzern über 100 Milliarden Dollar an Barmitteln und handelbaren Wertpapieren sowie über einen Auftragsbestand von 47,5 Milliarden Dollar.
Das Management verband die Ausgaben mit Starship, neuen Starlink-Satelliten für Breitband und Mobilfunk sowie der KI-Plattform des Unternehmens. Musk erklärte Analysten, SpaceX plane für den Ausbau seiner Rechenleistung ausschließlich Nvidia-Chips zu nutzen. Außerdem strebe der Konzern nun bereits 2030 einen Jahresumsatz von einer Billion Dollar an, ein Jahr früher als bislang prognostiziert. Präsidentin Gwynne Shotwell nannte 2028 als Ziel für eine bemannte Mondlandung.
Die Anleger reagierten uneinheitlich. SpaceX-Aktien stiegen am Dienstag im regulären Handel in Erwartung der Zahlen um 9,4 Prozent auf 125,33 Dollar, verloren nach Börsenschluss laut Axios jedoch mehr als 8 Prozent. Der Kurs blieb unter dem Ausgabepreis von 135 Dollar beim Börsengang im Juni. Darin spiegeln sich Sorgen über Kosten und mögliche Renditen der KI-Infrastruktur sowie Unsicherheit über den Entwicklungszeitplan von Starship.
Der Handel dürfte volatil bleiben, wenn am Donnerstag mehr als 900 Millionen Insider-Aktien für den Verkauf freigegeben werden und damit die derzeit verfügbare Menge mehr als verdoppeln, wie AP berichtete. Entscheidend ist künftig, ob Starlink genügend Mittel für die hohen Investitionen erzeugt, ob SpaceX den Auftragsbestand in Umsatz verwandelt und ob bevorstehende Wiederverwendungstests von Starship die Strategie für günstigere Starts voranbringen.
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