Zurück zur Startseite Spanische Steuerbehörde findet keine Beweise für Schiedsrichterbestechung durch Barcelonas Zahlungen an Negreira Sport

Spanische Steuerbehörde findet keine Beweise für Schiedsrichterbestechung durch Barcelonas Zahlungen an Negreira

Veröffentlicht am 18. Mai 2026 769 Aufrufe

Die spanische staatliche Steuerverwaltung hat einen neuen Prüfbericht veröffentlicht, der zu dem Ergebnis kommt, dass es keine Beweise dafür gibt, dass der FC Barcelona den ehemaligen Schiedsrichterfunktionär Jose Maria Enriquez Negreira bezahlt hat, um Schiedsrichter zu bestechen oder Spielergebnisse zu beeinflussen. Der am Sonntag von der Regionalen Inspektionsbehörde Kataloniens herausgegebene Bericht stellt eine erhebliche Stärkung der Rechtsverteidigung Barcelonas in dem langanhaltenden Skandal dar, der den spanischen Fußball erschüttert und die Spannungen zwischen den beiden größten Vereinen des Landes verschärft hat.

Die Untersuchung der Steuerbehörde prüfte die mehr als 7,5 Millionen Euro an Zahlungen, die Barcelona zwischen 2001 und 2018 an Negreira leistete, der in diesem Zeitraum als Vizepräsident des Technischen Schiedsrichterkomitees tätig war. Der Bericht stellte fest, dass keine Zahlung an einen einzelnen Schiedsrichter identifiziert werden kann und dass es keinen Nachweis dafür gibt, dass die Gelder für den Handel mit vertraulichen Informationen des Schiedsrichterkomitees, die Beeinflussung der Ernennung von Spieloffiziellen oder die direkte Manipulation von Spielergebnissen eingesetzt worden sind. Die Prüfer merkten an, dass Negreira in jenen Jahren nicht aktiv als Schiedsrichter tätig war.

Die Erkenntnisse stimmen mit Barcelonas beständiger Verteidigung überein, seit der Skandal 2023 erstmals ans Licht kam. Der Verein behauptete stets, alle Zahlungen an Negreira seien für legitime technische Beratungsleistungen erfolgt, insbesondere für Schiedsrichterberichte und die Analyse von Tendenzen der Spielleiter. Der ehemalige Barcelona-Präsident Josep Bartomeu bekräftigte in jüngsten Gerichtsverhandlungen, dass keine Bestechung von Schiedsrichtern oder Spielmanipulation stattgefunden habe.

Der Bericht erscheint inmitten eines eskalierenden Streits zwischen Barcelona und Real Madrid über den Fall. Real Madrids Präsident Florentino Perez gab kürzlich bekannt, dass sein Verein ein 500-seitiges Dossier für die UEFA vorbereite, und behauptete, dem Real Madrid seien durch die mutmaßliche Korruption 14 Titel gestohlen worden. Barcelona reagierte mit der Ankündigung, die Rechtsabteilung prüfe formelle rechtliche Schritte gegen Perez wegen seiner öffentlichen Anschuldigungen. Die UEFA hat Berichten zufolge signalisiert, dass sie im Negreira-Fall keine sportlichen Maßnahmen gegen Barcelona ergreifen kann.

Obwohl der Steuerbericht eine wichtige Entwicklung zugunsten Barcelonas darstellt, läuft die umfassendere gerichtliche Untersuchung unter Ermittlungsrichter Joaquin Aguirre weiter. Der Bericht wirft gesonderte Fragen zum Verbleib bestimmter Bargeldabhebungen auf, und die Staatsanwaltschaft prüft weiterhin mögliche finanzielle Unregelmäßigkeiten. Rechtsexperten stellten fest, dass die Korruptionsvorwürfe mit diesem Ergebnis erheblich an Gewicht verloren haben.

Quellen: Tribuna.com, Barca Blaugranes, Yahoo Sports, Barca Universal, Football Espana, ESPN, Fox Sports

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