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Sudans RSF erobern Babanusa, letzte Regierungshochburg in West-Kordofan

Veröffentlicht am 31. Dezember 2025 26 Aufrufe

Die Rapid Support Forces haben Babanusa, die letzte Hochburg der sudanesischen Streitkrafte im Bundesstaat West-Kordofan, eingenommen und damit einen bedeutenden militarischen Sieg fur die paramilitarische Gruppe im verheerenden Burgerkrieg errungen, der die nordostafrikanische Nation erfasst hat. Der Fall von Babanusa stellt einen grossen strategischen Ruckschlag fur die sudanesischen Militar- und Regierungskrafte dar.

Babanusa, ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt und Handelszentrum, wurde seit Ausbruch der Kampfe zwischen dem sudanesischen Militar und den RSF im April 2023 von Regierungstruppen gehalten. Der Verlust der Stadt gibt den RSF die Kontrolle uber eine strategisch wichtige Region und fragmentiert das unter Regierungskontrolle stehende Territorium weiter.

Die Einnahme folgt auf Monate intensiver Kampfe in West-Kordofan, bei denen beide Seiten erhebliche Verluste erlitten. Humanitare Organisationen haben vor einer katastrophalen Situation fur Zivilisten gewarnt, die im Kreuzfeuer gefangen sind, wobei Tausende durch die jungste Offensive vertrieben wurden und nur begrenzten Zugang zu Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung haben.

Die RSF unter Fuhrung von General Mohamed Hamdan Dagalo, bekannt als Hemedti, haben seit Beginn des Konflikts erhebliche territoriale Gewinne erzielt und kontrollieren grosse Teile der Darfur-Region und anderer Gebiete im Westen Sudans. Die militarischen Erfolge der Gruppe haben das Krafteverhaltnis im laufenden Burgerkrieg verschoben.

Die sudanesischen Streitkrafte unter Fuhrung von General Abdel Fattah al-Burhan haben Schwierigkeiten, die Kontrolle uber wichtige Bevolkerungszentren aufrechtzuerhalten, wahrend die RSF ihre militarischen Operationen ausgeweitet haben. Die Regierung hat um internationale Unterstutzung gebeten und auslandische Akteure beschuldigt, die paramilitarische Gruppe zu unterstutzen.

Internationale Mediatoren haben wiederholt versucht, Waffenstillstande zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln, aber alle bisherigen Vereinbarungen sind innerhalb von Tagen zusammengebrochen.

Der Burgerkrieg hat eine der schlimmsten humanitaren Krisen der Welt geschaffen, mit Millionen von Sudanesen, die innerhalb des Landes vertrieben wurden oder in Nachbarlander geflohen sind.

Quellen: Al Jazeera, Wikipedia Current Events

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