Ein verheerender Kranunfall auf der Rama 2 Straße in Bangkok, Thailand forderte am Donnerstag, den 16. Januar 2026, das Leben von zwei Bauarbeitern. Der Vorfall ereignete sich gegen 10:30 Uhr Ortszeit, als ein großer Turmdrehkran auf einer Baustelle plötzlich nachgab und schwere Ausrüstung auf die darunter arbeitenden Arbeiter stürzte.
Rettungskräfte eilten zum Unfallort im Gebiet Samut Sakhon, wo der Kran im Rahmen eines laufenden Infrastrukturprojekts betrieben wurde. Trotz schneller Reaktion wurden zwei Arbeiter vor Ort für tot erklärt. Mehrere andere erlitten Verletzungen und wurden zur Behandlung in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Die Behörden sperrten das Gebiet sofort ab, während Ermittler begannen, die Umstände des Einsturzes zu untersuchen.
Die Tragödie steht unter besonderer Beobachtung, da das beteiligte Bauunternehmen mit einem anderen tödlichen Vorfall in Verbindung gebracht wird, der sich nur wenige Tage zuvor ereignete. Am 12. Januar tötete ein Personenzugzusammenstoß in der Nähe von Ayutthaya 32 Menschen und verletzte über 100 weitere. Erste Untersuchungen ergaben, dass Baugeräte desselben Unternehmens möglicherweise zur Eisenbahnkatastrophe beigetragen haben, indem sie Warnsysteme blockierten.
Das thailändische Department für Arbeitsschutz und Wohlfahrt hat umfassende Untersuchungen zu beiden Vorfällen eingeleitet. Beamte prüfen, ob ordnungsgemäße Sicherheitsprotokolle befolgt wurden und ob das Unternehmen angemessene Wartungspläne für seine schweren Geräte einhielt. Die zeitliche Nähe der beiden Katastrophen hat ernste Fragen zur Sicherheitskultur des Unternehmens und zur behördlichen Aufsicht aufgeworfen.
Premierminister Srettha Thavisin sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus und ordnete eine gründliche Überprüfung der Bausicherheitsstandards landesweit an. Die Regierung hat angedeutet, strengere Vorschriften und häufigere Inspektionen von Baustellen in Betracht zu ziehen, insbesondere solchen mit schweren Maschinen wie Turmdrehkränen.
Gewerkschaften und Sicherheitsbefürworter haben sofortiges Handeln gefordert und verweisen auf ein Muster der Fahrlässigkeit in der Bauindustrie. Sie fordern, dass die Behörden den Betrieb des Unternehmens bis zum Abschluss der Untersuchungen aussetzen und obligatorische Sicherheitsaudits für alle größeren Bauprojekte einführen.
Die Vorfälle haben breitere Diskussionen über Arbeitssicherheit in Thailands boomender Baubranche ausgelöst, die in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum verzeichnete. Branchenexperten fordern modernisierte Sicherheitsausrüstung, bessere Schulungsprogramme für Arbeiter und eine strengere Durchsetzung bestehender Vorschriften, um künftige Tragödien zu verhindern.