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Trump enthüllt Gaza-Friedensrat mit Blair, Rubio und Kushner

Veröffentlicht am 17. Januar 2026 279 Aufrufe

Präsident Donald Trump kündigte am 15. Januar 2026 die Bildung seines Gaza-Friedensrats an und ernannte den ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair, Außenminister Marco Rubio und seinen Schwiegersohn Jared Kushner zu den Gründungsmitgliedern des Exekutivrats. Trump erklärte auf Truth Social, es sei ihm eine große Ehre anzukündigen, dass der Rat gebildet worden sei, und bezeichnete ihn als den größten und prestigeträchtigsten Rat, der jemals zu irgendeiner Zeit und an irgendeinem Ort zusammengestellt wurde.

Das Weiße Haus bestätigte, dass der Exekutivrat sieben Schlüsselmitglieder umfassen wird, die mit der Überwachung von Trumps 20-Punkte-Plan zur Beendigung des Gaza-Konflikts beauftragt sind. Neben Blair, Rubio und Kushner gehören dem Rat der US-Sondergesandte für den Nahen Osten Steve Witkoff, Apollo Global Management-CEO Marc Rowan, Weltbankgruppen-Präsident Ajay Banga und der stellvertretende nationale Sicherheitsberater der USA Robert Gabriel an.

Der Friedensrat ist ein internationales Übergangsgremium, das durch die Resolution 2803 des UN-Sicherheitsrats vom November 2025 mandatiert wurde, um die Verwaltung, den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Erholung des Gazastreifens nach dem verheerenden Krieg zu unterstützen. Die Ratsmitglieder werden Portfolios überwachen, die für die Stabilisierung Gazas entscheidend sind, darunter Aufbau von Regierungskapazitäten, regionale Beziehungen, Wiederaufbau, Investitionsanwerbung und großangelegte Kapitalmobilisierung.

Der ehemalige UN-Sonderkoordinator für den Friedensprozess im Nahen Osten, Nickolay Mladenov, wurde zum Hohen Vertreter für Gaza ernannt und dient als Verbindungsglied vor Ort zwischen dem Friedensrat und dem Übergangsgremium. Generalmajor Jasper Jeffers wird die Internationale Stabilisierungstruppe kommandieren und Sicherheitsoperationen leiten sowie umfassende Entmilitarisierungsbemühungen unterstützen. Das palästinensische technokratische Komitee wird von Ali Shaath geleitet, einem ehemaligen Vizeminister, der die Wiederherstellung öffentlicher Dienste und den Wiederaufbau ziviler Institutionen überwachen wird.

Die Ankündigung hat Kritik von Menschenrechtsexperten und Befürwortern hervorgerufen, die argumentieren, dass Trumps Vorsitz über einen Rat zur Überwachung der Regierungsführung eines fremden Territoriums einer Kolonialstruktur ähnelt. Auch Blairs Beteiligung war aufgrund seiner Rolle im Irakkrieg umstritten. Trotz der Kritik betonte das Weiße Haus, dass der Rat einen umfassenden Ansatz zur Erreichung dauerhaften Friedens und Stabilität in der Region darstellt.

Quellen: 20 Minutes, Al Jazeera, The Hill, White House, France 24