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Großbritannien und China vereinbaren umfassende strategische Partnerschaft bei historischem Starmer-Besuch in Peking

Veröffentlicht am 30. Januar 2026 333 Aufrufe

Der britische Premierminister Keir Starmer und der chinesische Präsident Xi Jinping haben sich bei dem ersten Besuch eines britischen Regierungschefs in Peking seit acht Jahren auf die Entwicklung einer langfristigen umfassenden strategischen Partnerschaft geeinigt. Der historische Gipfel findet statt, während westliche Staats- und Regierungschefs angesichts der Unsicherheit über die unberechenbare Außenpolitik von Präsident Donald Trump zunehmend engere Beziehungen zu China erwägen.

Bei ihrem Treffen in der chinesischen Hauptstadt versprachen Starmer und Xi, das enorme Potenzial der britisch-chinesischen Zusammenarbeit in echte Fortschritte umzuwandeln und neue Perspektiven für die bilateralen Beziehungen zu eröffnen. Der britische Premierminister war von mehr als 50 britischen Wirtschaftsführern begleitet, was die wirtschaftliche Dimension des Besuchs unterstreicht, da seine Regierung neue Wachstumsquellen für die schwächelnde britische Wirtschaft sucht.

Der Gipfel brachte mehrere konkrete Vereinbarungen zwischen den beiden Nationen hervor. China kündigte an, die Zölle auf britischen Whisky von 10 auf 5 Prozent zu senken, ein bedeutender Schub für Schottlands wichtige Exportindustrie. Peking stimmte auch zu, britischen Bürgern 30 Tage visumfreien Zugang zu gewähren, was Tourismus und Geschäftsreisen zwischen beiden Ländern erleichtert.

In einer wichtigen Unternehmensankündigung im Zusammenhang mit dem Besuch gab der britische Pharmariese AstraZeneca eine Investitionszusage von 15 Milliarden Dollar in China bekannt. Beide Seiten einigten sich auch auf eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Menschenhandels im Ärmelkanal, wobei britische Strafverfolgungsbehörden mit chinesischen Behörden zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass Bootsmotoren in die Hände krimineller Banden gelangen.

Der Besuch hat jedoch Kritik aus Washington hervorgerufen, wo Präsident Trump Großbritannien Berichten zufolge vor den Gefahren von Geschäften mit China warnte. Trump erklärte, es sei für Verbündete sehr gefährlich, solche Partnerschaften anzustreben, und dass China nicht als Lösung für wirtschaftliche Herausforderungen angesehen werden könne.

Starmer sprach während der Treffen Menschenrechtsbedenken an und bestätigte, dass er den Fall von Jimmy Lai, dem inhaftierten Hongkonger Medienmogul, sowie allgemeinere Fragen zu Chinas Menschenrechtsbilanz angesprochen habe. Der Premierminister verteidigte seinen Ansatz und erklärte, dass China für Großbritannien wichtig sei, ob es den Menschen gefalle oder nicht, und dass Engagement auch dort notwendig sei, wo beide Seiten nicht übereinstimmen.

Der Besuch stellt eine bedeutende diplomatische Neuausrichtung für Großbritannien dar, dessen Beziehungen zu China sich in den letzten Jahren stark verschlechtert hatten. Die in Peking vereinbarte umfassende strategische Partnerschaft markiert ein neues Kapitel in den britisch-chinesischen Beziehungen.

Quellen: Al Jazeera, CNBC, PBS News, NPR, People's Daily

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