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Großbritannien genehmigt Paramounts 81-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery

Veröffentlicht am 7. August 2026 751 Aufrufe

Britische Aufsichtsbehörden genehmigten am Donnerstag, dem 6. August, die 81 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance. Damit entfällt eine wichtige regulatorische Hürde, nachdem der Käufer rechtsverbindliche Schutzmaßnahmen für Rundfunk- und Streamingangebote im Vereinigten Königreich akzeptiert hatte. Die Wettbewerbsbehörde CMA sah keine erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs; das Ministerium für Kultur, Medien und Sport verzichtete zugleich auf ein Eingreifen wegen öffentlicher Interessen oder ausländischen staatlichen Einflusses.

Der Entscheidung ging eine am 9. Juni eröffnete Prüfung der ersten Phase voraus. Kulturministerin Lisa Nandy hatte zuvor ein Eingreifen erwogen, weil Bedenken hinsichtlich Nachrichtenvielfalt, Fernsehen und Streamingauswahl für das britische Publikum bestanden. Nach Angaben des Ministeriums und der Associated Press bot Paramount anschließend Garantien für Angebotsvielfalt und redaktionelle Unabhängigkeit an. Dies ermöglichte der Regierung, von einer formellen Verweisung abzusehen.

Gemäß den vom Ministerium erläuterten Verpflichtungen behält Channel 5 eine von CBS und CNN vollständig getrennte redaktionelle Leitung. Paramount sagte außerdem zu, seine klassischen Fernsehkanäle in Großbritannien nicht mit Abrufdiensten zusammenzuführen; Nickelodeon und Cartoon Network bleiben voneinander getrennt. Das Ministerium überwacht die Umsetzung, und Paramount muss jährlich Erklärungen zur Einhaltung vorlegen.

Durch die Übernahme kämen Warner-Angebote wie HBO Max, CNN, die Harry-Potter-Reihe und TNT Sports mit CBS, Channel 5, Paramount+ sowie Paramounts Filmgeschäft unter ein gemeinsames Dach. AP beziffert den Aktienkauf auf 81 Milliarden Dollar und den Gesamtwert einschließlich Schulden auf fast 111 Milliarden Dollar. Paramount, das Skydance vor einem Jahr übernahm, bezeichnete die britische Freigabe als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Abschluss.

Die britischen Genehmigungen sichern keinen schnellen Vollzug. Paramount und Warner vereinbarten eine Verschiebung bis weit in das Jahr 2027, während eine Klage von zwölf US-Bundesstaaten läuft. Die von Kalifornien geführte Gruppe sieht Gefahren für den Wettbewerb bei Kinofilmvertrieb und Kabelprogrammen. Ein zwölftägiger Kartellprozess soll Anfang März beginnen. Paramount kündigte eine entschlossene Verteidigung der Vereinbarung an.

Das US-Justizministerium beendete seine eigene Prüfung im Juni, ohne den Zusammenschluss blockieren zu wollen. Paramount verweist zudem auf Freigaben der Europäischen Union sowie Chinas, Kanadas und Australiens. Die britischen Beschlüsse verringern daher die regulatorische Unsicherheit, doch die Klage der US-Staaten bleibt das größte Hindernis. Zeitplan und Ausgang hängen nun vor allem vom Gerichtsverfahren und von der fortlaufenden Einhaltung der britischen Auflagen ab.

Quellen: UK Competition and Markets Authority, UK Department for Culture, Media and Sport, Associated Press, US Department of Justice

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