Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete am 24. Februar 2026 eine Resolution mit dem Titel Unterstützung für einen dauerhaften Frieden in der Ukraine, die einen sofortigen, vollständigen und bedingungslosen Waffenstillstand in dem seit vier Jahren andauernden Konflikt fordert. Die Abstimmung fand genau am vierten Jahrestag der groß angelegten russischen Invasion statt und ergab 107 Stimmen dafür, 12 dagegen und 51 Enthaltungen. In einem Schritt, der Schockwellen durch die internationale Diplomatie sandte, entschieden sich die Vereinigten Staaten für eine Enthaltung statt einer Zustimmung — ein tektonischer Wandel in der amerikanischen Außenpolitik.
Die Resolution bekräftigt die Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität der Ukraine innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen. Sie fordert außerdem die Freilassung aller unrechtmäßig festgehaltenen Personen sowie die Rückkehr aller gewaltsam verschleppten oder deportierten Zivilisten, einschließlich Kinder. Der Text bildet einen umfassenden Rahmen, der die Grundlage für einen dauerhaften Frieden in der Region schaffen soll.
Die Enthaltung der USA zog sofort die Aufmerksamkeit von Diplomaten und Analysten weltweit auf sich. Die stellvertretende US-Botschafterin Tammy Bruce erklärte, Washington betrachte die Formulierungen zur territorialen Integrität als potenzielles Hindernis für laufende Verhandlungen, und fügte hinzu, die Vereinigten Staaten sähen sich einem Abkommen näher als je zuvor seit Kriegsbeginn. Vor der Hauptabstimmung versuchte die US-Delegation, die Absätze zur territorialen Integrität der Ukraine durch einen Verfahrensantrag zu streichen, doch dieser Vorstoß scheiterte deutlich: 69 Nationen stimmten dagegen, nur 11 dafür, bei 62 Enthaltungen.
Die zwölf Staaten, die gegen die Resolution stimmten, sind Russland, Belarus, Burkina Faso, Burundi, Kuba, Nordkorea, Eritrea, Iran, Mali, Nicaragua, Niger und Sudan. Diese Länder haben sich durchgängig gegen UN-Resolutionen gestellt, die Russlands Vorgehen in der Ukraine kritisieren. Die 107 Ja-Stimmen markieren einen deutlichen Anstieg gegenüber den 93 Zustimmungen ein Jahr zuvor und belegen eine verstärkte internationale Unterstützung für die Position der Ukraine trotz der langwierigen Natur des Konflikts.
Die Entscheidung der USA, sich zu enthalten statt zuzustimmen, hat weitreichende Auswirkungen auf den Verlauf der Friedensverhandlungen. Analysten deuten den Schritt als Signal, dass die Regierung Trump bereit sein könnte, eine diplomatische Lösung zu akzeptieren, die keine vollständige Wiederherstellung der ukrainischen Grenzen von vor 2014 einschließlich der Krim und Teilen des Donbass verlangt. Diese Haltung stellt eine bemerkenswerte Abkehr von früheren amerikanischen Positionen dar, die die territorialen Ansprüche der Ukraine nachdrücklich verteidigten.
Die Verabschiedung der Resolution an einem derart symbolträchtigen Datum unterstreicht die Dringlichkeit, die die internationale Gemeinschaft bei der Suche nach einem Weg zur Beendigung des Krieges empfindet. Mit 107 Nationen hinter dem Aufruf zum Waffenstillstand wächst der diplomatische Druck auf alle Beteiligten, substanzielle Verhandlungen aufzunehmen. Die kommenden Wochen und Monate zeigen, ob sich die veränderten Dynamiken bei den Vereinten Nationen in greifbare Fortschritte vor Ort in der Ukraine übersetzen lassen.
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