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USA, Dänemark und Grönland unterzeichnen Arktisabkommen bei den UN

Veröffentlicht am 23. September 2026 9 Aufrufe

US-Präsident Donald Trump, Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen unterzeichneten am 22. September in New York am Rande der UN-Generalversammlung ein Abkommen zur Sicherheit in der Arktis. Es ermöglicht eine stärkere militärische Präsenz der USA in Grönland und bekräftigt zugleich die Souveränität des Königreichs Dänemark sowie das Selbstbestimmungsrecht der Grönländer. Der Schritt folgt auf monatelange Spannungen wegen Trumps Forderungen nach einem Erwerb der Insel, berichten Associated Press und Reuters.

Der vom dänischen Außenministerium veröffentlichte Text ergänzt das Verteidigungsabkommen von 1951, das die Grundlage für die US-Präsenz in Grönland bildet. Washington darf seine Aktivitäten auf der Weltraumbasis Pituffik modernisieren und ausbauen sowie Verteidigungsgebiete in Narsarsuaq im Süden und Mestersvig im Osten einrichten. Die technischen Einzelheiten für diese Standorte müssen die Parteien gemeinsam festlegen. Auch weitere Verteidigungsgebiete setzen Beratungen und eine gegenseitige Einigung voraus.

Das Abkommen gewährt amerikanischen Militärflugzeugen, Schiffen, Streitkräften und Fahrzeugen weitreichenden Zugang zwischen den Verteidigungsgebieten zu Land, in der Luft und auf See, auch in grönländischen Hoheitsgewässern. Es unterstützt eine stärkere Planung, Übungen und Zusammenarbeit der NATO bei Geheimdienstinformationen in der Arktis. Die Präambel erwähnt ein mögliches Golden-Dome-Raketenabwehrsystem. Über dessen konkrete Ausgestaltung liegt laut Frederiksen noch keine Entscheidung vor, meldet AP.

Staaten außerhalb der NATO dürfen ohne anderweitige Einigung der Vertragsparteien keine militärischen Anlagen oder dauerhafte Militärpräsenz in Grönland unterhalten. Das Abkommen begrenzt außerdem potenziell sicherheitsgefährdenden Einfluss bestimmter ausländischer Investoren auf sensible Bereiche wie Infrastruktur und Rohstoffförderung. US-Aufträge für Arbeiten in Verteidigungsgebieten sollen möglichst an grönländische Anbieter gehen. Nielsen erklärte laut Reuters, dass die Grönländer nun das Vertrauen zu Washington wieder aufbauen müssten.

Der Vertrag hat kein festes Enddatum und sieht vor, dass Grönland bei einer möglichen Unabhängigkeit die Verpflichtungen übernimmt. Die Souveränität geht nicht an die USA über. Reuters zufolge sind parlamentarische Verfahren in Dänemark und Grönland noch nötig. Nach dem Vertragstext tritt das Abkommen erst in Kraft, wenn diese Schritte abgeschlossen sind und Dänemark Washington eine diplomatische Note übermittelt. Bis dahin beschreibt die Unterzeichnung den geplanten Rahmen für die Erweiterung.

Quellen: Associated Press; Reuters; Ministry of Foreign Affairs of Denmark, published agreement

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