Präsident Donald Trump gab am Montag bekannt, dass die Vereinigten Staaten einen Dock in Venezuela angegriffen haben, der angeblich zum Beladen von Booten mit Drogen genutzt wurde. Dies markiert den ersten bekannten Landangriff der US-Streitkräfte in dem lateinamerikanischen Land, seit Washington vor vier Monaten seine Druckkampagne gestartet hat.
In einem Radiointerview am vergangenen Freitag erklärte Trump, dass die USA eine "große Anlage" in Venezuela "ausgeschaltet" hätten, als Teil der Bemühungen seiner Regierung, den Drogenhandel aus der Region zu bekämpfen. Laut CNN war der Angriff ein CIA-Drohnenangriff ohne Opfer, der einen abgelegenen Dock an der venezolanischen Küste zum Ziel hatte, der vermutlich von der Tren-de-Aragua-Bande zur Lagerung und zum Transport von Drogen genutzt wird.
In einer separaten Operation gab das US Southern Command bekannt, dass das Militär auf Anweisung von Verteidigungsminister Pete Hegseth einen Angriff auf ein Boot im östlichen Pazifischen Ozean durchgeführt hat, bei dem zwei Menschen getötet wurden. Das Kommando erklärte, das Schiff sei "von designierten terroristischen Organisationen betrieben" worden und habe bekannte Drogenhandelsrouten befahren.
Die Angriffe sind Teil einer breiteren Kampagne, die zu erheblichen Opfern geführt hat. Bis zum 29. Dezember 2025 wurden mindestens 107 Menschen bei 30 Angriffen auf 31 Schiffe getötet, darunter 11 im Karibischen Meer und 20 im östlichen Pazifik. Die Operationen wurden von der größten militärischen Machtdemonstration der USA in der Region seit Jahrzehnten begleitet, einschließlich des Einsatzes des Flugzeugträgers USS Gerald R Ford, F-35-Jets und etwa 15.000 Soldaten.
Die Kampagne hat internationale Kritik hervorgerufen. UN-Menschenrechtsexperten haben die teilweise Seeblockade verurteilt und sie als illegale bewaffnete Aggression gegen Venezuela bezeichnet. Der Guardian berichtete, dass Regierungen und Familien der Getöteten behaupten, viele Opfer seien Zivilisten gewesen, hauptsächlich Fischer. Trotz der Kontroverse setzt die Trump-Regierung ihre Operationen fort, die sie als Krieg gegen den Drogenhandel bezeichnet.
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