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USA prüfen tödlichen Angriff auf iranische Hochzeitsfeier

Veröffentlicht am 4. September 2026 0 Aufrufe

Das US-Militär prüft intern, ob eine amerikanische Munition eine Hochzeitsfeier in Kuhestak im Süden Irans traf und fünf Menschen tötete sowie Dutzende verletzte. Vizepräsident JD Vance bestätigte die Untersuchung am Donnerstag. Reuters berichtete am Freitag, vier Waffenexperten hätten verifizierte Bilder und Videos ausgewertet und die Schäden als vereinbar mit einem direkten Treffer eingestuft, nicht mit Trümmern oder einem Abpraller von einem anderen Ziel.

Die Explosion traf am Dienstagabend das Anwesen der Familie Mallahi, als Frauen und Kinder auf die Ankunft des Brautpaares warteten. Das berichtete ein Team der Associated Press nach einem Besuch der Küstenstadt am Freitag. Iranische Behörden und der Iranische Rote Halbmond meldeten fünf Tote und mindestens 67 Verletzte. AP nannte unter den Opfern einen vierjährigen Jungen, einen 16-Jährigen, zwei Frauen sowie eine weitere Frau, die am Donnerstag im Krankenhaus starb.

Kuhestak liegt in der Provinz Hormozgan an der Straße von Hormus, rund 30 Kilometer von Minab entfernt. Die Detonation ereignete sich während neuer amerikanischer Angriffe entlang der südlichen Küste Irans. US-Vertreter erklärten Axios, die Streitkräfte hätten einen Kommunikationsturm mit ziviler und militärischer Nutzung ins Visier genommen. Das Pentagon veröffentlichte bislang keine Ergebnisse und bestätigte nicht, dass eine amerikanische Waffe das Wohnhaus traf.

Reuters zufolge bewerteten die Fachleute den Durchschlag am Gebäude und sichtbare Fragmente als passend zu einer aus der Luft eingesetzten US-Waffe. AP dokumentierte Berichte von Angehörigen über aufeinanderfolgende Explosionen, schwere Schäden, zurückgelassene Hochzeitsdekorationen und Beerdigungen im Ort. Diese Erkenntnisse untermauern unabhängig die Notwendigkeit einer Prüfung, erlauben aber keine Aussage über die Zielentscheidung oder die Absicht hinter dem Angriff.

Vance erklärte, die Vereinigten Staaten untersuchten mögliche Fehler, damit das Militär daraus lerne, äußerte jedoch Zweifel an iranischen Darstellungen. Das Zentralkommando teilte zuvor mit, es kenne die Meldungen über zivile Opfer, und betonte, US-Kräfte zielten nicht absichtlich auf Zivilisten. Iranische Stellen machen Washington verantwortlich und bezeichnen den Angriff als Kriegsverbrechen; die USA weisen diese Einordnung zurück.

Die Prüfung soll klären, welche Waffe die Explosion auslöste, welche Geheimdienstinformationen den Einsatz leiteten und ob Schutzmaßnahmen für Zivilisten versagten. Ihre Glaubwürdigkeit dürfte davon abhängen, ob das Pentagon Beweise und Schlussfolgerungen veröffentlicht. Für die Familien in Kuhestak sind die Folgen bereits sichtbar. Zugleich verschärft der Vorfall die Sorge um den Schutz der Zivilbevölkerung im sechs Monate alten Konflikt und rund um die strategisch bedeutende Straße von Hormus.

Quellen: Associated Press, Reuters, Axios, U.S. Central Command

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