Ein bahnbrechendes neues Gesetz trat am 1. Januar 2026 in Virginia in Kraft und beschränkt die Nutzung sozialer Medien für Kinder unter 16 Jahren auf nur eine Stunde pro Tag auf Plattformen wie Instagram, TikTok, Snapchat und YouTube, es sei denn, die Eltern geben eine überprüfbare Zustimmung für zusätzliche Bildschirmzeit.
Das Gesetz, das von Gouverneur Glenn Youngkin im Mai 2025 unterzeichnet wurde, ändert den Virginia Consumer Data Protection Act und verlangt von Social-Media-Plattformen, wirtschaftlich angemessene Methoden einzusetzen, einschließlich Altersverifizierungsmechanismen, um festzustellen, ob Nutzer unter 16 Jahre alt sind.
Nach den neuen Regeln tragen die Social-Media-Unternehmen die Verantwortung für die Durchsetzung der Zeitlimits. Plattformen müssen Systeme implementieren, um die Nutzung einzuschränken, sobald ein Minderjähriger die Ein-Stunden-Schwelle erreicht, obwohl Eltern dieses Limit durch überprüfbare Zustimmungsprozesse anpassen können.
Das Gesetz enthält auch Antidiskriminierungsschutz und verbietet Plattformen, Nutzer zu bestrafen, indem sie die Servicequalität senken, Preise erhöhen oder Funktionen zurückhalten, nur weil ein Minderjähriger sein tägliches Zeitlimit erreicht hat.
Die Gesetzgebung steht jedoch bereits vor rechtlichen Herausforderungen. NetChoice, eine Organisation, die große Technologieunternehmen wie Meta und Google vertritt, hat beim US-Bezirksgericht für den östlichen Bezirk von Virginia Klage eingereicht und argumentiert, dass die Beschränkung des Zugangs zu sozialen Medien für Minderjährige ihre Rechte aus dem Ersten Verfassungszusatz verletzt.
Virginias Generalstaatsanwalt Jason Miyares hat zusammen mit 29 weiteren Generalstaatsanwälten das Gesetz verteidigt und argumentiert, dass es ein klares Problem angeht, das die psychische Gesundheit von Jugendlichen betrifft. Der Rechtsstreit wird voraussichtlich wichtige Präzedenzfälle für ähnliche Gesetze schaffen, die in anderen Staaten in Betracht gezogen werden.
Wie genau das Gesetz durchgesetzt wird, bleibt unklar, obwohl Verstöße nach den bestehenden Verbraucherschutzgesetzen Virginias zu Geldstrafen führen könnten.
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