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Vučić räumt Wahlniederlage gegen Studentenbewegung in Serbien ein

Veröffentlicht am 25. Oktober 2026 1 Aufrufe

Serbiens Aleksandar Vučić hat seine Niederlage gegen eine Studentenbewegung bei der Parlamentswahl vom 25. Oktober eingeräumt, berichteten Reuters und Associated Press. Das Eingeständnis bedeutet einen schweren Rückschlag für die Serbische Fortschrittspartei nach 14 Jahren an der Macht. Das endgültige Wahlergebnis stand allerdings noch aus.

Laut Reuters erklärte Vučić, eine Stichprobe der Ergebnisse lasse 135 bis 140 Sitze für die Studentenliste und etwa 105 für sein Lager erwarten. Das Parlament hat 250 Mitglieder. Diese Zahlen sind seine vorläufige Einschätzung, keine bestätigte Sitzverteilung. Die Prognose für die Studentenliste läge über den 126 Sitzen für eine Mehrheit.

Der vorgezogenen Wahl gingen fast zwei Jahre studentischer Demonstrationen voraus. Reuters führte die Proteste auf den Einsturz eines Bahnhofsvordachs in Novi Sad 2024 zurück, bei dem 16 Menschen starben. Die Bewegung wandte sich gegen wahrgenommene Korruption und zunehmenden Autoritarismus, gewann Unterstützung außerhalb der Hochschulen und entwickelte sich zu einem starken Wahlgegner.

Die Mitteilung der serbischen Regierung vom 9. September bestätigt, dass Vučić das im Dezember 2023 gewählte Parlament auflöste und die Wahl für den 25. Oktober ansetzte. Nach Angaben der Wahlbehörden konnten 6.451.292 registrierte Wahlberechtigte zwischen 18 Listen in 8.392 Wahllokalen wählen. Es ging somit um die Zusammensetzung des Parlaments und die Kräfteverhältnisse für eine Regierungsbildung.

AP berichtete über eine hohe Beteiligung und Spannungen während der Abstimmung. Bereitschaftspolizisten umstellten den Sitz der Wahlkommission im Zentrum Belgrads. Ein Studentenvertreter rief vor Schließung der Wahllokale zur Ruhe auf. Das Eingeständnis eröffnet der Bewegung einen parlamentarischen Durchbruch; Sitzschätzungen bleiben jedoch vom vollständigen Ergebnis der Kommission zu unterscheiden.

In einer Regierungsmitteilung am Sonntagabend erklärte Kommissionschef Vladimir Dimitrijević, die meisten Wahllokale hätten um 20 Uhr geschlossen. Bei Unterbrechungen über einer Stunde oder noch draußen wartenden Wählern ging die Abstimmung weiter. Ergebnisse sollten nach Eingang der Meldungen sowie statistischen und rechnerischen Kontrollen schrittweise online erscheinen, ohne auf die Bearbeitung sämtlicher Wahllokale zu warten.

Quellen: Reuters; Associated Press; Government of Serbia / Republic Electoral Commission

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