Eine gefährliche Hitzeglocke erfasste am Samstag, dem 1. August, große Teile des Westens der Vereinigten Staaten. Von Arizona bis zum US-Bundesstaat Montana näherten sich die Temperaturen Rekordwerten, zugleich stieg die Waldbrandgefahr. Associated Press meldete für Las Vegas am späten Nachmittag 115 Grad Fahrenheit oder 46 Grad Celsius, den höchsten Wert des Jahres und nur ein Grad unter dem Tagesrekord.
Der nationale Wetterdienst erklärte, ein kräftiger Hochdruckrücken halte die Hitze in Bodennähe fest. Warnungen vom selben Tag stuften Gebiete in Arizona und im Südosten Kaliforniens mit einem großen bis extremen Hitzerisiko ein. In den heißesten Wüstenregionen erwartete die Behörde am Nachmittag 112 bis 120 F. Für Las Vegas galt die Warnung vor extremer Hitze bis Sonntagabend.
Phoenix sollte 116 F erreichen, El Centro in Kalifornien sogar einen Rekord von 118 F. Im US-Bundesstaat Montana stand die gesamte östliche Hälfte laut AP unter einer Warnung vor extremer Hitze. Great Falls erwartete 104 F und damit mehr als den bisherigen Rekord von 101 F. Helena hatte Aussicht darauf, seinen Rekord von 102 F zu erreichen oder zu übertreffen.
Die Meteorologen betonten, dass ungewöhnlich heiße Nächte die Gesundheitsgefahr verschärften, weil sich der Körper kaum erholen könne. In Las Vegas sollte die Temperatur nachts nahe 91 F bleiben, bevor sie am Sonntag erneut etwa 114 F erreicht. Der Wetterdienst warnte, extreme Hitze erhöhe die Gefahr von Hitzekrämpfen, Erschöpfung und Hitzschlag deutlich; ein Hitzschlag könne tödlich enden.
Die Hitze verstärkte auch die Sorge vor Feuer in Landschaften, die frühere heiße Phasen ausgetrocknet hatten. AP berichtete, für den Großteil des US-Bundesstaats Montana gelte wegen bestehender Brände und starker Winde eine rote Warnstufe. In Teilen Nevadas sank die nachmittägliche Luftfeuchtigkeit zugleich auf einstellige Prozentwerte. Der US Forest Service sah bis Sonntag in fast allen Binnengebieten Südkaliforniens eine erhöhte Waldbrandgefahr.
Behörden rieten den Menschen, Wasser zu trinken, klimatisierte Räume zu nutzen, anstrengende Tätigkeiten im Freien während der heißesten Stunden zu meiden sowie nach Angehörigen und Nachbarn zu sehen. In weiten Teilen des US-Bundesstaats Montana sollte die Hitze am Sonntag rasch nachlassen. Für mehrere Wüstengebiete in Arizona und Kalifornien galten die Warnungen jedoch bis Montagabend; einige Gemeinden boten öffentliche Kühlzentren an.
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