Andreessen Horowitz hat 1,1 Milliarden Dollar für einen neuen Fonds zur Finanzierung der physischen Infrastruktur hinter künstlicher Intelligenz eingesammelt, teilte die US-Risikokapitalgesellschaft am Freitag, dem 28. August, mit. Der Machine Age Fund soll Technologien von Halbleitern, Speicher, Netzwerken und Datenspeicherung bis zu Rechenzentren, Edge-Geräten, Robotik und KI-Haushaltsgeräten fördern.
Die Ankündigung erweitert die Hardware-Strategie des Investors aus dem Silicon Valley offiziell, während KI-Entwickler mehr Rechenleistung und Strom benötigen. Andreessen Horowitz erklärte, anspruchsvollere Aufgaben beim Schlussfolgern, Programmieren und bei Agenten verlagerten Engpässe über reine Software hinaus auf Fertigung, Energie, Kühlung und Computersysteme.
Der Fonds soll Unternehmen entlang des gesamten Infrastrukturstapels suchen, darunter Anbieter schnellerer Chips, breitbandigerer Speicher, skalierbarer Verbindungen und energieeffizienterer Geräte. Auch Baumaterialien, elektrische Ausrüstung, Kühlung und Flächen für Rechenzentren brauchen nach Einschätzung der Gesellschaft Innovation. Angaben zu den Geldgebern des Fonds, zum Zeitplan für Investitionen oder zur üblichen Höhe einzelner Beteiligungen machte sie nicht.
Andreessen Horowitz führte mehrere Kennzahlen zur Begründung der Strategie an. Nach Schätzung der Gesellschaft stieg die Rechendichte je Serverschrank zwischen Nvidias H100- und Rubin-Generation um das 28-Fache, während die elektrische Leistung von ungefähr 5 bis 10 Kilowatt auf 100 bis 250 Kilowatt zunahm. Innerhalb von drei Jahren erwartet die Firma für einzelne Schränke annähernd ein Megawatt; Rechenzentrumscampus entwickelten sich von Dutzenden zu Hunderten Megawatt oder in einigen Fällen zur Gigawatt-Größe.
Diese Projektionen sind Einschätzungen der Investmentgesellschaft und keine unabhängig geprüften Branchenprognosen. Separate Berichte von TechCrunch, SiliconANGLE und PitchBook bestätigten das Volumen von 1,1 Milliarden Dollar und den Hardware-Auftrag. SiliconANGLE berichtete, das Vehikel erweitere das bestehende KI-Investitionsprogramm von Andreessen Horowitz, während PitchBook Rechenzentren, Chips, Netzwerke und Speicher als Zielbereiche nannte.
Laut der Gesellschaft entfallen inzwischen mehr als 20 Prozent der geprüften Investitionsgelegenheiten auf Hardware-Start-ups; vor einigen Jahren bildeten sie nur einen kleinen Anteil. Sie verwies auf bestehende Beteiligungen in den Bereichen Chips, Netzwerke, Stromtechnik und Robotik und erklärte Hardware mit dem neuen Fonds zum offiziellen Schwerpunkt. Seine Wirkung hängt davon ab, welche Firmen Kapital erhalten und ob sie Liefer-, Energie- und technische Grenzen abbauen, die nach Ansicht von Andreessen Horowitz die KI-Ausweitung bremsen.
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