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Meta stimmt Kinderschutzvergleich über bis zu 17,1 Milliarden Dollar zu

Veröffentlicht am 26. August 2026 0 Aufrufe

Meta hat einem Vergleich zugestimmt, der Zahlungen von mindestens 12,1 Milliarden Dollar und möglicherweise bis zu 17,1 Milliarden Dollar an US-Bundesstaaten sowie Änderungen an Facebook und Instagram für Minderjährige vorsieht. Die am Mittwoch vorgestellte Vereinbarung braucht die Zustimmung eines Gerichts. Sie soll Vorwürfe beilegen, der Konzern habe suchtfördernde Funktionen entwickelt, die Sicherheit seiner Dienste falsch dargestellt und Daten von Kindern unter 13 Jahren unzulässig gesammelt.

Eine überparteiliche Koalition aus 51 Generalstaatsanwälten erklärte, der Vergleich solle Verfahren auf Bundes- und Staatsebene beenden, darunter einen in der vergangenen Woche in Oakland in Kalifornien begonnenen Prozess. Ausgangspunkt war eine Klage aus dem Jahr 2023. Sie warf dem Unternehmen vor, Empfehlungssysteme, endloses Scrollen und häufige Benachrichtigungen hielten junge Menschen länger online und führten einige zu Inhalten über Selbstverletzung und Essstörungen. Meta bestreitet, Gewinn über Sicherheit gestellt zu haben, und verweist auf ausgeweitete Schutzmaßnahmen.

Nach den vorgeschlagenen Regeln gilt für Nutzer unter 18 Jahren ein tägliches Limit von zwei Stunden auf Facebook und Instagram zusammen; Nachrichtenfunktionen zählen nicht dazu. Der Zugang bleibt zwischen Mitternacht und 6 Uhr gesperrt. Push-Mitteilungen enden zwischen 22 und 7 Uhr sowie während der Schulzeit, und Inhalte pausieren nach 60 und 90 Minuten angesammelter täglicher Nutzung. Bei Sitzungen von mehr als 15 Minuten erscheinen zusätzliche Hinweise. Eltern müssen einer Abschaltung der Einschränkungen ausdrücklich zustimmen.

Die Vereinbarung verlangt außerdem Altersprüfungen, eine chronologische Ansicht nur mit abonnierten Konten, strengere Inhaltskontrollen und Grenzen für soziale Vergleichsfunktionen wie sichtbare Reaktionszahlen. Konten von Jugendlichen erhalten standardmäßig stärkere Privatsphäre-Einstellungen, kosmetische Filter sind für Minderjährige untersagt, und ein unabhängiger Prüfer bewertet Umsetzung und Wirksamkeit. Die ersten Einschränkungen gelten mindestens fünf Jahre.

Die Bundesstaaten erhalten im Laufe der Zeit mindestens 12,1 Milliarden Dollar, etwa für psychische Gesundheitsdienste für Jugendliche, digitale Bildung, telefonfreie Klassenzimmer und Programme nach der Schule oder im Sommer. Weitere fünf Milliarden Dollar stehen bereit, falls andere große Plattformen vergleichbare Vergleiche schließen und strengere Schutzregeln übernehmen. In dieser zweiten Phase sinkt das Limit auf 60 Minuten je Meta-Plattform, die Nachtsperre reicht von 22 bis 7 Uhr, und Push-Mitteilungen bleiben zehn Jahre lang deaktiviert.

Der Vergleich kann zum Maßstab für TikTok, YouTube und andere soziale Netzwerke werden, beendet aber weder private Klagen noch Verfahren von Schulbezirken. Meta forderte Konkurrenten zu ähnlichen Schutzmaßnahmen auf. Interessenverbände erklärten zugleich, landesweite und dauerhafte Standards erforderten weiterhin ein Bundesgesetz. Als Nächstes prüft das Gericht das einvernehmliche Urteil; bis zur Genehmigung bleiben sowohl Zahlungen als auch Produktänderungen Vorschläge und sind nicht endgültig.

Quellen: Associated Press, New York Attorney General, Pennsylvania Attorney General

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