Zurück zur Startseite Apple erzielt dank iPhone-Boom Rekord im Juni-Quartal Wirtschaft

Apple erzielt dank iPhone-Boom Rekord im Juni-Quartal

Veröffentlicht am 1. August 2026 765 Aufrufe

Apple meldete am Donnerstag das stärkste Juni-Quartal seiner Geschichte. Der Umsatz im dritten Geschäftsquartal stieg gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 109,42 Milliarden Dollar, weil die Nachfrage nach iPhones und Mac-Computern die Erwartungen der Wall Street übertraf. Der Konzern aus Cupertino in Kalifornien verdiente von April bis Juni 29,79 Milliarden Dollar oder 2,02 Dollar je verwässerter Aktie, nach 23,43 Milliarden und 1,57 Dollar je Aktie im Vorjahr.

Laut Associated Press rechneten von FactSet befragte Analysten mit 1,89 Dollar je Aktie und rund 109 Milliarden Dollar Umsatz. Apple verzeichnete in allen Regionen höhere Verkäufe; iPhone, Mac und Services erreichten jeweils einen Rekord für ein Juni-Quartal. Die Zahlen begleiteten Tim Cooks letzte Bilanzkonferenz. Am 1. September übernimmt Hardware-Entwicklungschef John Ternus den Vorstandsvorsitz.

Der iPhone-Umsatz sprang auf 54,25 Milliarden Dollar, der Mac steuerte 10,35 Milliarden und Services 30,74 Milliarden bei. Mit dem iPad erzielte Apple 6,19 Milliarden, mit tragbaren Geräten und Zubehör 7,88 Milliarden Dollar. Axios bezifferte den Umsatz in Großchina auf 18,8 Milliarden Dollar. Amerika blieb mit 45,78 Milliarden die größte Region, Europa erreichte 29,39 Milliarden.

Zum Gewinnvorsprung trugen nach Angaben von AP und Axios außerdem Zollerstattungen von elf Cent je Aktie bei; Apple erwartet keine Wiederholung dieses Vorteils. Wegen höherer Komponentenkosten erhöhte der Konzern zuletzt die Preise mehrerer Mac- und iPad-Modelle. Cook führte dies auf einen weltweiten Engpass bei Speicherchips zurück, den die Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz verschärft. Die iPhone-Preise blieben bislang unverändert.

Für das laufende Quartal prognostiziert Apple ein Umsatzplus von neun bis elf Prozent, obwohl ungünstige Wechselkurse und knappere Bestände bei iPhone, Mac und iPad belasten. Die Unternehmensführung sieht weiterhin eine hohe Nachfrage, warnt aber vor deutlich stärkeren Lieferengpässen, weil die Lieferkette weniger Spielraum bietet. Im September-Zeitraum sollen auch die Speicherpreise erneut steigen und dadurch die Margen des Hardwaregeschäfts drücken.

Anleger reagierten trotz Rekordumsatz und übertroffener Erwartungen vorsichtig; die Apple-Aktie gab nachbörslich nach. Ternus übernimmt damit einen finanziell starken Konzern, doch seine ersten Monate zeigen, ob Apple genügend Chips sichern, steigende Speicherkosten auffangen und ohne den Zollvorteil weiter wachsen kann. Die nächste iPhone-Einführung und mögliche zusätzliche Preisanpassungen entscheiden maßgeblich über das Ergebnis des September-Quartals.

Quellen: Apple Investor Relations, Associated Press, Axios, El País

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