Bangladeschs Abgeordnete begannen am Donnerstag im Parlament mit der Wahl zwischen Mirza Fakhrul Islam Alamgir und Oli Ahmed. Es ist die erste umkämpfte Präsidentenwahl des Landes seit 1991. The Daily Star berichtete, dass die Abstimmung um 14 Uhr in Dhaka startete. 349 Parlamentsmitglieder waren für diesen seltenen Wettbewerb um das weitgehend zeremonielle Amt wahlberechtigt.
Der Vorsitzende der Wahlkommission, AMM Nasir Uddin, erläuterte als Wahlleiter das Verfahren, bevor Mitarbeiter der Kommission die Stimmzettel verteilten. Die Abstimmung sollte drei Stunden bis 17 Uhr Ortszeit dauern; danach sollte die Auszählung im Plenarsaal beginnen. Laut Kommission sollte der Kandidat mit den meisten Stimmen dort vorläufig zum Sieger erklärt werden. Anschließend folgt eine amtliche Bekanntmachung.
Fakhrul, ehemaliger Generalsekretär der Bangladesh Nationalist Party und früherer Kommunalminister, trat mit Unterstützung der regierenden BNP und ihrer Verbündeten an. Der pensionierte Oberst Oli Ahmed, Vorsitzender der Liberal Democratic Party, erhielt Rückhalt von einem elf Parteien umfassenden Oppositionsbündnis unter Führung von Bangladesh Jamaat-e-Islami. Liveberichte nannten Premierminister Tarique Rahman und Übergangspräsident Hafiz Uddin Ahmad unter den ersten Abgeordneten, die ihre Stimme abgaben.
Die Wahl folgt auf den Rücktritt von Präsident Mohammed Shahabuddin am 24. Juli, den er mit einer schweren Erkrankung begründete. Parlamentspräsident Hafiz Uddin Ahmad nimmt während der Vakanz die Aufgaben des Staatsoberhaupts wahr. Ein Bericht der Associated Press ordnete den Rücktritt in den politischen Übergang nach dem Aufstand von 2024, 18 Monaten Übergangsregierung und dem deutlichen Wahlsieg der BNP bei der Parlamentswahl im Februar 2026 ein.
Historisch ist die Abstimmung, weil seit dem Wettbewerb von 1991 alle Präsidenten Bangladeschs nach ihrer Nominierung durch die Regierungspartei ohne Gegenkandidaten ins Amt kamen. BSS erinnerte daran, dass Abdur Rahman Biswas damals Badrul Haider Chowdhury mit 172 zu 92 Stimmen besiegte. Diesmal wies das Oberste Gericht eine Klage gegen Artikel 70 ab. Diese Verfassungsregel kann Abgeordneten ihr Mandat entziehen, wenn sie gegen ihre Partei stimmen, und bleibt damit gültig.
Der staatliche Sender BTV plante eine Übertragung der Wahl und der Auszählung. Wahlbeamte erklärten, die Abgeordneten dürften während der Auszählung im Saal bleiben. Das neue Staatsoberhaupt soll am Freitagabend im Bangabhaban vereidigt werden. Das Endergebnis und seine amtliche Veröffentlichung entscheiden formell über einen Wettbewerb, der dem Präsidentenamt nach dreieinhalb Jahrzehnten wieder eine parlamentarische Auswahl bringt.
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