Der 28. Spieltag der Bundesliga wird als einer der dramatischsten Spieltage in die Geschichte des deutschen Fußballs eingehen. Tore in der Nachspielzeit, unfassbare Aufholjagden und ein Neun-Tore-Spektakel prägten einen atemberaubenden Abend in der gesamten Liga. Von Freiburg bis Stuttgart lieferte dieser Spieltag Geschichten, die Fans und Experten gleichermaßen fassungslos zurückließen.
Das Spitzenspiel sah den FC Bayern München eine sensationelle Aufholjagd im Europa-Park Stadion hinlegen und einen 0:2-Rückstand gegen den SC Freiburg in einen 3:2-Sieg verwandeln. Tore von Manzambi und Höler hatten den Gastgebern eine komfortable Führung beschert, und es schien, als sei die lange Serie ohne Niederlage der Münchner endlich beendet. Doch der Rekordmeister weigerte sich aufzugeben, und der junge Mittelfeldspieler Tom Bischof verkürzte in den Schlussminuten, um einen dramatischen Endspurt einzuleiten.
Was dann folgte, war reine Fußballmagie. Tief in der Nachspielzeit erzielte Lennart Karl den entscheidenden Treffer in der 97. Minute und versetzte die mitgereisten Bayern-Fans in Ekstase. Der Sieg bewahrt Bayerns bemerkenswerte Serie und unterstreicht die Mentalität der Mannschaft unter enormem Druck. Der SC Freiburg hingegen darf sich zu Recht am Boden zerstört fühlen, nachdem er so lange in Führung lag und den Vorsprung in den letzten Augenblicken aus der Hand gab.
Ebenso spektakuläre Szenen spielten sich in der BayArena ab, wo Bayer Leverkusen in der zweiten Halbzeit eine überragende Leistung zeigte und den VfL Wolfsburg mit 6:3 bezwang. Die Gäste hatten zur Halbzeit mit 3:1 geführt, nachdem Jonas Wind in der 16. Minute das Tor eröffnet hatte und Joakim Maehle sowie Christian Eriksen weitere Treffer erzielt hatten. Alejandro Grimaldo hatte den Gastgebern mit seinem Tor in der 30. Minute kurzzeitig Hoffnung gegeben, doch die zweite Hälfte gehörte vollständig Leverkusen. Grimaldo traf ein zweites Mal kurz vor der Pause, dann glich Patrik Schick in der 53. Minute aus. Edmond Tapsoba köpfte Leverkusen in der 68. Minute erstmals in Führung, Maza baute den Vorsprung fünf Minuten später aus, und Malik Tillman setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt.
Borussia Dortmund schlug ebenfalls spät zu: In der MHPArena besiegelten zwei Einwechselspieler den 2:0-Sieg über den VfB Stuttgart. Karim Adeyemi brach den Bann in der 94. Minute mit einem klinischen Abschluss, bevor Julian Brandt zwei Minuten später das zweite Tor nachlegte. Das Ergebnis traf Stuttgart hart, denn die Schwaben hatten über die gesamte reguläre Spielzeit hinweg aufopferungsvoll verteidigt, nur um in der Nachspielzeit zweimal zu kassieren.
In den weiteren Partien des Spieltags trennten sich Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Heidenheim 2:2 unentschieden, während die TSG Hoffenheim zu Hause mit 1:2 gegen den 1. FSV Mainz 05 verlor, was die Abstiegssorgen weiter verschärft. Der Hamburger SV spielte 1:1 gegen den FC Augsburg, und RB Leipzig sicherte sich einen souveränen 2:0-Auswärtssieg bei Werder Bremen, um die Ambitionen auf einen europäischen Wettbewerb am Leben zu halten.
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