Kaliforniens Gesetzgeber stellten am Freitag einen Kompromissentwurf vor, der die Folgen einer landesweiten Begrenzung von Unternehmenssteuergutschriften für Film- und Fernsehproduktionen mildern soll. Assembly Bill 186 sieht für unabhängige Projekte eine vollständige Ausnahme und für große Studios schnellere, wertvollere Erstattungen vor. Eine von Hollywood-Verbänden verlangte Komplettausnahme für große Produktionen enthält der Entwurf jedoch nicht.
Der am 28. August veröffentlichte amtliche Gesetzestext bezeichnet AB 186 als haushaltsbezogene Maßnahme zu Filmsteuergutschriften, die nach einer Zustimmung sofort gelten soll. Die Abgeordneten legten die Änderung kurz vor der Einreichungsfrist für neue Vorhaben und vor dem letzten Sitzungstag am Montag vor. Das Parlament muss dem Vorschlag noch zustimmen; geltendes Recht ist er bislang nicht.
Auslöser des Konflikts war Senate Bill 122, den Gouverneur Gavin Newsom am 29. Juni als Teil des kalifornischen Haushalts unterzeichnete. Das Gesetz begrenzt nutzbare Unternehmensgutschriften bis 2029 grundsätzlich auf 5 Millionen Dollar jährlich. Später gilt der höhere Betrag aus 5 Millionen Dollar oder 70 Prozent der Steuerschuld. Studios, Gewerkschaften und die Motion Picture Association warnten, die Regel könne Kaliforniens jüngst auf 750 Millionen Dollar pro Jahr erweitertes Produktionsprogramm schwächen.
Nach AB 186 sollen Steuerpflichtige bei einer Barauszahlung von Gutschriften aus dem neuesten Filmförderprogramm 95 Prozent des Wertes innerhalb von zwei Jahren erhalten. Die aktuellen Regeln bieten 90 Prozent über fünf Jahre. Außerdem soll der Übertragungszeitraum für ältere Programmversionen auf 15 Jahre steigen, wobei in den zusätzlichen Jahren eine aktive Beteiligung als Voraussetzung gilt.
Ab 2027 sollen verkaufte Gutschriften unabhängiger Produktionen nicht mehr unter die Unternehmensgrenze fallen, sodass ihre Übertragung an Käufer erhalten bleibt. Große Studioproduktionen unterliegen weiterhin der Obergrenze, doch die schnellere Erstattung verkürzt ihre Wartezeit. TheWrap und Variety berichteten, dass Unterhaltungsgewerkschaften, die Motion Picture Association und die Producers Guild of America den ausgehandelten Vorschlag unterstützen.
Nun gelangt der Kompromiss in den dicht gefüllten Endspurt der Sitzungsperiode in Sacramento. Seine Wirkung hängt von der Zustimmung des Parlaments und des Gouverneurs ab; das Ergebnis beeinflusst Kaliforniens Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Produktionsstandorten. Für Beschäftigte, unabhängige Filmschaffende und Studios entscheiden die anstehenden Abstimmungen darüber, ob die am Freitag vorgestellte Entlastung tatsächlich verfügbar sein wird.
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