Die zusammenhängenden Vereinigten Staaten erlebten den heißesten Monat seit Beginn der landesweiten Aufzeichnungen im Jahr 1895. Das zeigen Daten, die die US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA am Montag veröffentlichte. Die Durchschnittstemperatur in den 48 angrenzenden Bundesstaaten erreichte im Juli 2026 76,89 Grad Fahrenheit beziehungsweise 24,94 Grad Celsius und setzte damit einen neuen nationalen Höchstwert.
Die Nationalen Zentren für Umweltinformationen der NOAA erklärten, der Wert habe den bisherigen Monatsrekord von 76,77 Grad Fahrenheit aus dem Dust-Bowl-Juli 1936 übertroffen. Die neue Messung lag rund ein Achtel Grad darüber und 3,3 Grad Fahrenheit über dem Durchschnitt der Jahre 1901 bis 2000, berichtete Axios auf Grundlage der Bundesanalyse.
Überdurchschnittliche Temperaturen erfassten das gesamte zusammenhängende Staatsgebiet. Laut NOAA rangierte jeder der 48 Bundesstaaten im wärmsten Drittel seiner eigenen Juli-Aufzeichnungen; kein Staat lag nahe am oder unter dem Mittelwert. Besonders starke Hitze herrschte im Mountain West, im Südwesten, in den nördlichen Great Plains und im Südosten, während Alaska ungewöhnlich kühl blieb.
Die Nachttemperaturen bildeten laut dem Bericht der Associated Press über die NOAA-Ergebnisse den auffälligsten Teil des Rekords. Der Mittelwert der Tiefsttemperaturen übertraf den früheren nationalen Monatsrekord um 0,7 Grad Fahrenheit. Fachleute sehen wärmere Nächte als typisches Zeichen des menschengemachten Klimawandels, weil die Atmosphäre nach Sonnenuntergang mehr Wärme speichert.
Fehlende Abkühlung in der Nacht ist für die öffentliche Gesundheit und Landwirtschaft bedeutsam, denn Menschen, Tiere und Nutzpflanzen benötigen kühlere Stunden zur Erholung von der Tageshitze. Dem Juli-Ergebnis gingen außerdem wiederholte Hitzeglocken voraus, die warme Luft über großen Landesteilen festhielten und mehrere extreme Hitzephasen auslösten.
Das Klimavorhersagezentrum der NOAA erkennt für den größten Teil der kontinentalen USA bis Ende August eine erhöhte Wahrscheinlichkeit überdurchschnittlicher Temperaturen, wie Axios berichtete. Die Behörde setzt ihre Bewertung des Klimajahres 2026 fort; der neue Juli-Wert liefert bereits einen landesweiten Maßstab für Ausmaß und Dauerhaftigkeit der diesjährigen Sommerhitze.
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