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Acht Skifahrer bei Lawine in Kalifornien nahe dem Lake Tahoe tot aufgefunden — tödlichstes Lawinenunglück in den USA seit vier Jahrzehnten

Veröffentlicht am 18. Februar 2026 841 Aufrufe

Acht Backcountry-Skifahrer sind tot aufgefunden worden und eine Person gilt weiterhin als vermisst, nachdem am Dienstag eine massive Lawine das Gebiet um Castle Peak nahe dem Lake Tahoe in Nordkalifornien getroffen hat. Es handelt sich um das tödlichste Lawinenunglück in den Vereinigten Staaten seit mehr als vier Jahrzehnten. Sechs weitere Mitglieder der Gruppe überlebten und gelangten in Sicherheit, wobei zwei mit als nicht lebensbedrohlich beschriebenen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Die Sheriffin des Nevada County, Shannan Moon, bestätigte am Mittwoch bei einer Pressekonferenz, dass die Behörden die Familien informiert haben und die Operation von einer Rettungsmission zu einer Bergungsaktion übergegangen ist.

Die Lawine löste sich gegen 11:30 Uhr Ortszeit, als eine Gruppe von 15 Personen — vier professionelle Bergführer von Blackbird Mountain Guides aus Truckee und elf Gäste — nach einer dreitägigen Skitouren-Expedition zu den Frog Lake Huts zum Ausgangspunkt zurückkehrte. Die Schneemassen rissen die Gruppe mit verheerender Wucht mit sich, während ein starker Wintersturm über die Sierra Nevada zog und rasch anwachsende Schneemengen auf brüchige Schneedeckenschichten häufte, begleitet von orkanartigen Winden.

Die Rettungsteams standen vor außergewöhnlichen Herausforderungen, um den abgelegenen Lawinenort zu erreichen. Die Kombination aus extremen Wetterbedingungen, äußerst eingeschränkter Sicht und Straßensperrungen stellte erhebliche Hindernisse für die Einsatzkräfte dar, die versuchten, das Castle-Peak-Gebiet nordwestlich des Lake Tahoe nahe der Stadt Truckee zu erreichen. Ein Notruf alarmierte die Behörden und meldete verschüttete Personen unter dem Schnee. Die Such- und Rettungsteams benötigten mehrere Stunden, um die eingeschlossenen Skifahrer sicher zu erreichen und sie zur medizinischen Versorgung zu transportieren.

Die sechs Überlebenden — ein Bergführer und fünf Expeditionsteilnehmer — gelangten schließlich in Sicherheit, nachdem sie stundenlang unter schwierigen Bedingungen ausgeharrt hatten. Zwei der geretteten Skifahrer kamen ins Krankenhaus, wobei einer nach der Behandlung das Krankenhaus verlassen durfte. Die Behörden lobten die Professionalität des Teams von Blackbird Mountain Guides und den Überlebensinstinkt derjenigen, die es trotz der chaotischen Umstände geschafft hatten, Notfallsender zu aktivieren. Die Suchteams arbeiteten die ganze Nacht hindurch und bis zum Mittwochmorgen weiter.

Das Unglück ist die tödlichste Lawine in den USA seit 1981, als elf Bergsteiger am Mount Rainier im Bundesstaat Washington ums Leben kamen. Es ist zugleich die folgenschwerste Lawine, die jemals in der Geschichte Kaliforniens verzeichnet worden ist. Lawinenexperten wiesen darauf hin, dass die Sierra Nevada in diesem Winter ein ungewöhnliches Niederschlagsmuster erlebt hat: Warme Phasen erzeugten Schwachschichten in der Schneedecke, die anschließend von heftigen Stürmen begraben worden sind und eine gefährlich instabile Grundlage schufen.

Die Tragödie hat die Debatte über die Risiken des Skitourengehens neu entfacht, das in den vergangenen Jahren massiv an Beliebtheit gewonnen hat. Sicherheitsorganisationen forderten ein größeres Bewusstsein für Lawinengefahren, angemessene Ausbildung und die Pflicht zum Mitführen von Rettungsausrüstung einschließlich Verschüttetensuchgeräten, Sonden und Schaufeln. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus und stellte staatliche Mittel für die laufende Bergungsoperation und die Untersuchung der Umstände dieser Katastrophe bereit.

Quellen: BBC News, NBC News, Washington Post, Al Jazeera, Bloomberg

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