Die NOAA hat am 11. Juni 2026 offiziell erklärt, dass sich El-Niño-Bedingungen im Pazifischen Ozean gebildet haben. Meteorologen warnen eindringlich, dass eine 63-prozentige Wahrscheinlichkeit besteht, dass sich dieses Ereignis zu einem sehr starken oder Super-El-Niño verstärkt und damit potenziell eines der größten derartigen Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950 werden kann. Die Erklärung markiert eine bedeutende Verschiebung der globalen Klimamuster mit weitreichenden Folgen für Wettersysteme, Landwirtschaft und Katastrophenvorsorge auf mehreren Kontinenten.
Ein tiefer Pool außergewöhnlich warmen Wassers, der sich im westlichen Pazifik bildet, liefert die Energie, die diesen El Niño in Rekordterritorium treiben kann. Einige Computerprognosemodelle deuten darauf hin, dass die Meeresoberflächentemperaturen in der wichtigen Überwachungsregion bis Herbst oder Frühwinter mindestens 2,5 Grad Celsius über dem Durchschnitt liegen könnten, was dieses Ereignis in beispielloses Territorium rücken lässt. Ein Super-El-Niño ist offiziell definiert als ein Ereignis mit Meeresoberflächentemperaturen von mindestens 2 Grad Celsius über dem Normalwert.
Die NOAA-Prognose sieht die Entwicklung eines starken El Niño im Herbst vor, wobei der Höhepunkt zwischen November 2026 und Januar 2027 erwartet wird. Die Behörde hat darauf hingewiesen, dass die Warmwasseransammlung im westlichen Pazifik besonders bedrohlich erscheint, da sie den Mustern ähnelt, die vor den verheerenden Super-El-Niño-Ereignissen von 1997-1998 und 2015-2016 beobachtet worden sind. Jene früheren Ereignisse brachten katastrophale Überschwemmungen, schwere Dürren und extreme Temperaturanomalien in Regionen rund um den Globus.
Die Auswirkungen auf die Vereinigten Staaten geben besonderen Anlass zur Sorge. El-Niño-Ereignisse bringen historisch gesehen starke Stürme und heftige Niederschläge nach Südkalifornien und die südlichen Bundesstaaten, während sie in anderen Regionen das Waldbrandrisiko erhöhen. Das Land sieht sich bereits mit erheblichen Waldbrandsorgen konfrontiert: Bis Mitte Mai sind allein 2,4 Millionen Acres verbrannt, fast doppelt so viel wie der Zehnjahresdurchschnitt. Geringe Schneedecken, frühzeitige Hitzewellen und üppiges Vegetationswachstum durch Frühlingsregen haben die Brandgefahr in den westlichen Bundesstaaten verstärkt.
Wissenschaftler erklären, es sei praktisch sicher, dass 2026 zu den zehn wärmsten Jahren aller Zeiten gehören wird. Das Jahr liegt derzeit auf Kurs, unter den fünf wärmsten in der Menschheitsgeschichte zu enden. Die Kombination aus El-Niño-Erwärmung und dem langfristigen Trend des Klimawandels schafft Bedingungen für extreme Wetterereignisse, die für Gemeinschaften weltweit verheerend sein können.
Global betrachtet bringen El-Niño-Ereignisse historisch feuchtere Bedingungen in den Süden der USA und trockenere Bedingungen in den pazifischen Nordwesten, nach Australien und nach Südostasien. Diese Verschiebungen können Wasserressourcen, Ernteerträge und die Häufigkeit von Naturkatastrophen dramatisch beeinflussen. Regierungen und humanitäre Organisationen bereiten bereits Notfallpläne für die möglichen Folgen eines rekordverdächtigen Super-El-Niño vor, in der Erkenntnis, dass vorausschauende Planung entscheidend sein wird, um die menschlichen und wirtschaftlichen Kosten dieses mächtigen Klimaphänomens zu minimieren.
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