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Frankreich hält Tausende Einsatzkräfte an zwei Brandfronten

Veröffentlicht am 3. August 2026 692 Aufrufe

Rund 3.000 Feuerwehrleute blieben am Sonntag an zwei großen Waldbrandfronten in Frankreich im Einsatz, um ein erneutes Aufflammen bei Hitze und Wind zu verhindern. Associated Press berichtete, dass der riesige Brand in der Gironde nahe Bordeaux innerhalb seines Umfangs eingedämmt war, jedoch weiter brannte. Ein zweites Feuer im südöstlichen Département Var breitete sich über Nacht nicht weiter aus, galt aber noch nicht als eingedämmt.

Das Feuer in der Gironde erfasste in zehn Tagen ungefähr 420 Quadratkilometer und zwang 224.000 Menschen zur Evakuierung. Damit zählt der Notfall zu den größten Evakuierungen in Friedenszeiten in der modernen Geschichte Frankreichs. Nach Angaben der Behörden blieben viele Tausend Menschen vertrieben oder ohne Zugang zu ihren Häusern. Teams löschten Glutnester, schlugen Brandschneisen und sicherten verbrannte Wälder, während für die Region weiterhin die höchste rote Warnstufe galt.

Im Var bekämpften fast 1.500 Feuerwehrleute einen Brand, der sich in etwas mehr als einem Tag über etwa 18 Quadratkilometer ausbreitete. Behörden meldeten am Sonntagmorgen einen stabilen Umfang, doch Löschflugzeuge schützten weiterhin Dörfer zwischen Weinbergen, Olivenhainen und bewaldeten Hügeln. Etwa 2.500 Menschen verließen ihre Wohnorte, als die Flammen Gemeinden in der als Grüne Provence bekannten Gegend bedrohten.

Premierminister Sébastien Lecornu erklärte, Frankreich habe die Brände im Allgemeinen unter Kontrolle, warnte aber vor rasch wechselnden Bedingungen. Er ernannte einen nationalen Koordinator für den Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten. Seit Anfang 2026 verbrannten in Frankreich mehr als 1.170 Quadratkilometer, wie Associated Press unter Berufung auf offizielle Zahlen berichtete. Diese Fläche verdeutlicht das Ausmaß der bevorstehenden Erholung.

Europäische Hilfe ergänzte die nationalen Maßnahmen während der größeren Krise. Die Europäische Kommission teilte mit, dass ihr Katastrophenschutzverfahren Flugzeuge und Hubschrauber mehrerer Staaten nach Frankreich entsandte und Copernicus-Satellitenkarten für die Einsatzkräfte bereitstellte. Die strategische rescEU-Reserve umfasst 22 Flugzeuge und fünf Hubschrauber für Lagen, in denen nationale Angebote den Bedarf nicht decken.

Klima- und Überwachungsdaten ordnen die Feuer in einen breiteren Umwelttrend ein. Eine von Associated Press zitierte Schnellanalyse ergab, dass der menschengemachte Klimawandel die Wahrscheinlichkeit extremer Brandbedingungen bei den französischen Feuern verdoppelte. Die Gemeinsame Forschungsstelle der EU registrierte bis zum 22. Juli 254.388 verbrannte Hektar in der Union und damit mehr als im langfristigen Durchschnitt. Zunächst müssen Behörden neue Ausbrüche verhindern, bevor Wiederaufbau und Erholung der Ökosysteme beginnen können.

Quellen: Associated Press, European Commission Civil Protection and Humanitarian Aid Operations, European Commission Joint Research Centre

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