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FA Cup: Leeds beendet 23 Jahre Warten, Southampton erzwingt dramatischen Spätsieg

Veröffentlicht am 8. März 2026 866 Aufrufe

Leeds United zog am Sonntag zum ersten Mal seit 23 Jahren ins Viertelfinale des FA Cups ein und besiegte Norwich City in Elland Road mit einem überzeugenden 3:0, während Southampton bei Fulham durch einen Elfmeter von Ross Stewart in der Nachspielzeit einen dramatischen 1:0-Sieg errang. Die beiden Ergebnisse vervollständigen das Bild der fünften Runde des FA Cups, wobei die Auslosung des Viertelfinals am Montagabend im London Stadium stattfindet. Leeds gesellt sich zu Manchester City, Chelsea, Arsenal, Liverpool, Port Vale und Southampton unter den letzten acht Teams und krönt damit einen Tag voller gegensätzlicher Emotionen an verschiedenen Orten Englands.

In Elland Road beobachtete Daniel Farke von der Tribüne aus, wie sein Team seinen ehemaligen Verein Norwich mit einer gnadenlosen Offensivvorstellung zerlegte. Der deutsche Trainer, der nach seiner Roten Karte in der vorherigen Runde gegen Manchester City eine Sperre für ein Spiel absaß, sah Sean Longstaff in der 32. Minute per Kopf nach einer hervorragenden Flanke von Gabriel Gudmundsson von der linken Seite das 1:0 erzielen. Gudmundsson baute den Vorsprung vor der Halbzeit in der 43. Minute aus, als er am zweiten Pfosten eine flache Hereingabe von Dan James verwertete. Der schwedische Außenverteidiger erhielt die beste Bewertung des Spiels für seine herausragende Leistung mit einem Tor und einer Vorlage.

Leeds machte den Sieg in der 85. Minute perfekt, als Joel Piroe nach einem brillanten Lauf von Anton Stach einschob. Stach fand Lukas Nmecha, der einen Querpass vor dem Fünfmeterraum spielte. Das deutliche Ergebnis spiegelte die Überlegenheit von Leeds während des gesamten Spiels wider, das Norwich nie beeinflussen zu können schien. Für Farke stellte der Anlass ein bittersüßes Erlebnis dar, da er Leeds an dem Verein vorbeiführte, bei dem er sich im englischen Fußball einen Namen gemacht hatte, doch die Frustration, von der Direktionsloge statt aus der Coaching-Zone zuzuschauen, verlieh der Situation eine ungewöhnliche Dynamik.

An der Craven Cottage lieferte das Duell zwischen Fulham und Southampton weitaus mehr Drama und Kontroverse. Marco Silva nahm neun Änderungen gegenüber der Niederlage seiner Mannschaft unter der Woche gegen West Ham vor, und dieses Wagnis ging spektakulär nach hinten los. In der 18. Minute glaubte Rodrigo Muniz, Fulham in Führung gebracht zu haben, doch sein Tor fand unter umstrittenen Umständen keine Anerkennung. Torhüter Daniel Peretz führte einen Abstoß hastig aus, der von Ryan Manning abprallte und zu Muniz gelangte, der eiskalt abschloss. Schiedsrichter Jarred Gillett hatte jedoch bereits gepfiffen, bevor der Ball Muniz erreichte, da der Abstoß noch in Bewegung gewesen sei, was den VAR daran hinderte, einzugreifen und die Entscheidung zu überprüfen.

Southampton sah ein zweites Fulham-Tor wegen Abseits aberkannt, als das Spiel auf ein torloses Unentschieden zuzusteuern schien. Dann, in der ersten Minute der Nachspielzeit, brachte Joachim Andersen Finn Azaz im Strafraum zu Fall, und Schiedsrichter Gillett zeigte ohne Zögern auf den Elfmeterpunkt. Ross Stewart trat an und schickte den Ball souverän in die linke untere Ecke, um die mitgereisten Southampton-Fans in Ekstase zu versetzen. Die Saints dehnten ihre bemerkenswerte Serie ohne Niederlage auf zehn Spiele aus und sicherten sich ihren ersten Einzug ins FA-Cup-Viertelfinale seit 2022.

Die Niederlage beendete Fulhams außergewöhnliche 23 Jahre andauernde Heimserie ohne Niederlage im FA Cup, eine Serie, die in eine ganz andere Ära für den Westlondoner Verein zurückreicht. Silvas Entscheidung, so umfassend zu rotieren, dürfte intensiv hinterfragt werden, insbesondere angesichts des kontroversen aberkannten Tores, das die gesamte Dynamik der Begegnung hätte verändern können. Southampton hingegen reitet weiterhin auf einer Welle des Schwungs unter der aktuellen Vereinsführung.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Viertelfinalauslosung, die am Montag um 19 Uhr britischer Zeit im London Stadium stattfindet. Die acht verbliebenen Teams bieten die Aussicht auf mehrere hochkarätige Begegnungen, wobei die Premier-League-Schwergewichte Manchester City, Chelsea, Arsenal und Liverpool noch im Wettbewerb stehen, neben dem Zweitligisten Leeds, dem Drittligisten Port Vale und dem wiedererstarkten Southampton. Die Auslosung verspricht, eine bereits fesselnde FA-Cup-Saison in ihrer entscheidenden Phase weiter zu formen.

Quellen: ESPN, Sky Sports, BBC Sport

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