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Erdbeben auf Kyushu fordert 13 Tote, Retter suchen Überlebende

Veröffentlicht am 29. Juli 2026 720 Aufrufe

Soldaten und Rettungskräfte durchsuchten am Mittwoch ein beschädigtes Einkaufszentrum und eingestürzte Häuser im Südwesten Japans, nachdem ein Erdbeben der Stärke 7,1 mindestens 13 Menschen getötet und weitere vermisst hinterlassen hatte. Das Beben traf am Dienstagnachmittag das Gebiet Kumamoto auf Kyushu und löste heftige Erschütterungen, erhebliche Störungen sowie eine später aufgehobene Tsunami-Warnung aus. Regierungschefin Sanae Takaichi erklärte, die Einsatzkräfte kämpften gegen die Zeit, um weiterhin auf Hilfe wartende Menschen zu erreichen.

Die japanische Wetterbehörde registrierte im am stärksten betroffenen Gebiet die höchste Stufe sieben der nationalen seismischen Intensitätsskala. Auf den Hauptstoß folgten starke Nachbeben, darunter eines mit einer gemeldeten Stärke von 6,1. Die Behörden untersuchten weiter Schäden in Kumamoto und angrenzenden Teilen Kyushus. Zugleich sammelte die Behörde für Brand- und Katastrophenschutz die Opfermeldungen der örtlichen Verwaltungen.

Die Retter konzentrierten sich auf ein Aeon-Einkaufszentrum, in dem ein Gebäudeteil einstürzte und nach den Erschütterungen eine vermutlich mit einem Gasleck verbundene Explosion folgte. Auch ein großer Schornstein einer Papierfabrik brach zusammen, während Häuser und andere Bauten Schäden erlitten. Kyodo News meldete beschädigte Steinmauern an der Burg Kumamoto, die nach den tödlichen Erdbeben von 2016 noch immer Reparaturen benötigt.

Etwa 36.900 Haushalte hatten weiterhin keinen Strom und rund 9.500 kein Gas, erklärte Regierungssprecher Minoru Kihara. In einigen Gebieten fielen Kommunikationsnetze aus, Hochgeschwindigkeitszüge und Teile des Flughafenbetriebs blieben eingestellt, und mehr als 9.000 Menschen suchten über 500 Notunterkünfte auf. Die Behörden ergänzten die Stromversorgung, damit die Evakuierungszentren während der sommerlichen Hitze Klimaanlagen betreiben können.

Das Erdbeben lenkte den Blick erneut auf die seismische Gefährdung Kyushus. Die Kumamoto-Serie von 2016 tötete mindestens 50 Menschen und richtete umfangreiche Schäden an. Die Bilanz vom Mittwoch blieb vorläufig, während Teams instabile Gebäude absuchten und Fachleute Verkehrswege, Versorgungsnetze sowie öffentliche Bauten prüften. Vorrang hatten die Suche nach Überlebenden, die Wiederherstellung wichtiger Dienste und der Schutz der Evakuierten vor weiteren Nachbeben.

Quellen: Associated Press, Japan Meteorological Agency, Reuters, Kyodo News

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