Der französische Präsident Emmanuel Macron sorgte am Dienstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos für Aufsehen, als er während seiner Grundsatzrede eine verspiegelte Fliegerbrille im Top-Gun-Stil trug. Das ungewöhnliche Accessoire war keine modische Aussage, sondern vielmehr ein Versuch, ein medizinisches Problem an seinem rechten Auge zu verbergen.
Der Élysée-Palast bestätigte, dass Macron an einem geplatzten Blutgefäß leidet, medizinisch als subkonjunktivale Blutung bekannt, in seinem rechten Auge. Der Zustand ist zwar optisch alarmierend, aber im Allgemeinen harmlos und heilt typischerweise innerhalb weniger Wochen von selbst ohne Behandlung.
Das Augenproblem wurde erstmals öffentlich während Macrons Ansprache an die Streitkräfte am vergangenen Donnerstag auf dem Luftwaffenstützpunkt Istres in Südfrankreich bemerkt, wo sein rechtes Auge sichtbar blutunterlaufen erschien. Seitdem wurde der Präsident bei mehreren Veranstaltungen mit Sonnenbrille fotografiert, einschließlich Treffen in Innenräumen im Élysée-Palast, wo er das Élysée-Oudinot-Abkommen über Neukaledonien unterzeichnete.
Um die Stimmung rund um seinen unerwarteten Look aufzulockern, scherzte Macron, dass sein Aussehen als zufällige Anspielung auf Eye of the Tiger gesehen werden könnte, die ikonische Rocky-III-Hymne, die Entschlossenheit und Kampfgeist symbolisiert. Er eröffnete ein Treffen am Montag mit einer Entschuldigung für die Sonnenbrille und erklärte, dass er sie eine Weile tragen müsse.
Der französische Präsident hat nicht offengelegt, was die Augenverletzung verursacht hat, obwohl subkonjunktivale Blutungen durch verschiedene Faktoren entstehen können, darunter Augenbelastung, Niesen, Husten oder leichte Traumata. Medizinische Experten weisen darauf hin, dass der Zustand zwar besorgniserregend aussieht, aber keine Gefahr für das Sehvermögen darstellt und typischerweise innerhalb von ein bis zwei Wochen ohne Eingriff heilt.