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Umfassende wissenschaftliche Studie kommt zu dem Schluss, dass E-Zigaretten wahrscheinlich Lungen- und Mundkrebs verursachen

Veröffentlicht am 22. Juni 2026 643 Aufrufe

Eine wegweisende wissenschaftliche Übersichtsarbeit unter der Leitung von Forschern der UNSW Sydney hat ergeben, dass nikotinbasierte elektronische Zigaretten wahrscheinlich Lungen- und Mundhöhlenkrebs verursachen. Die umfassende Studie, veröffentlicht in der renommierten Fachzeitschrift Carcinogenesis, stellt eine weitreichende Analyse von mehr als 100 Einzelstudien dar und stützt sich auf Tausende weitere Arbeiten aus klinischer Forschung, Tierversuchen und Laboruntersuchungen.

Die Übersichtsarbeit leitete Professor Bernard Stewart AM, unterstützt von Co-Autor Professor Freddy Sitas. Ihre Ergebnisse zeichnen ein zutiefst besorgniserregendes Bild: Die Aerosole von E-Zigaretten enthalten eine potente Mischung bekannter Karzinogene, darunter Formaldehyd, Acrolein und Schwermetalle. Diese Substanzen lösen biologische Veränderungen im menschlichen Gewebe aus, die eng mit der Entstehung von Krebs verbunden sind. Die Forscher stellten fest, dass das beim Dampfen eingeatmete Chemikaliengemisch nahezu alle zehn Schlüsselmerkmale von Karzinogenen aufweist, die von der Weltgesundheitsorganisation identifiziert sind.

Die Belege für diese Schlussfolgerungen stammen aus mehreren zusammenlaufenden wissenschaftlichen Forschungsrichtungen. Studien am Menschen haben Zellschäden und präkanzeröse Veränderungen in den Atemwegen von E-Zigaretten-Nutzern dokumentiert. Tierversuche haben Tumorbildung und DNA-Schäden nach Exposition gegenüber E-Zigaretten-Aerosolen nachgewiesen. Laboruntersuchungen zu den Auswirkungen der in der Dampfflüssigkeit enthaltenen Chemikalien auf isolierte Zellen haben Mutationen und andere Kennzeichen der Karzinogenese aufgedeckt.

Diese Ergebnisse stellen die weit verbreitete Wahrnehmung grundlegend in Frage, dass das Dampfen eine harmlose Alternative zum herkömmlichen Zigarettenrauchen darstellt. Obwohl E-Zigaretten ursprünglich als Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung vermarktet worden sind, deutet die angesammelte Evidenz darauf hin, dass Nutzer möglicherweise ein schwerwiegendes Gesundheitsrisiko gegen ein anderes eintauschen. Die Übersichtsarbeit weist darauf hin, dass krebsbezogene Gesundheitsfolgen des Dampfens viel früher auftreten könnten als erwartet.

Der Zeitpunkt dieser Veröffentlichung ist besonders bedeutsam, da die Dampfraten weltweit weiter ansteigen und junge Menschen die am schnellsten wachsende Nutzergruppe darstellen. In vielen Ländern haben aromatisierte Dampfprodukte Millionen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen angezogen, die möglicherweise nie traditionelle Tabakprodukte verwendet hätten. Gesundheitsbehörden haben ihre Besorgnis über eine neue Generation der Nikotinabhängigkeit zum Ausdruck gebracht.

Gesundheitsbehörden auf der ganzen Welt ringen nun damit, E-Zigaretten angesichts der zunehmenden Belege für deren potenzielle Gefahren wirksam zu regulieren. Mehrere Länder haben bereits Schritte unternommen, um aromatisierte Dampfprodukte einzuschränken, während andere vollständige Verbote in Betracht ziehen. Die UNSW-Studie verleiht den Forderungen nach strengerer Regulierung und aggressiveren Aufklärungskampagnen über die Risiken des Dampfens erhebliches wissenschaftliches Gewicht.

Quellen: ScienceDaily, ScienceAlert, UNSW Sydney, ecancer

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