Micron Technology präsentierte am Mittwoch herausragende Ergebnisse für das dritte Fiskalquartal mit einem Umsatz von 41,46 Milliarden Dollar, was einem sequenziellen Anstieg von 74 % und einem beeindruckenden Wachstum von 346 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der GAAP-Nettogewinn erreichte 28,24 Milliarden Dollar beziehungsweise 24,67 Dollar je verwässerter Aktie, während die Bruttomarge auf 84,9 % kletterte und damit zehn Prozentpunkte über dem Vorquartal lag. Die Micron-Aktie schoss nach Bekanntgabe der Zahlen um 13,1 % in die Höhe.
Das explosive Wachstum speiste sich überwiegend aus der Nachfrage nach künstlicher Intelligenz. Die Geschäftseinheit Core Data Center des Unternehmens, die Hochbandbreitenspeicher für KI-Beschleuniger umfasst, erzielte einen Umsatz von 11,52 Milliarden Dollar bei einer Bruttomarge von 87 % — ein dramatischer Sprung gegenüber nur 1,53 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Die Cloud-Memory-Sparte steuerte 13,77 Milliarden Dollar bei einer Bruttomarge von 83 % bei, sodass der kombinierte Rechenzentrumsumsatz die Marke von 25 Milliarden Dollar überschritt.
Die Ergebnisse lieferten frische Bestätigung dafür, dass der KI-Investitionszyklus weiterhin intakt bleibt, und kamen nur zwei Tage nach einem heftigen Ausverkauf an den Technologiemärkten. Am Dienstag hatte der Nasdaq Composite 2,21 % verloren, da Sorgen über die Nachhaltigkeit der KI-Ausgaben aufkamen. Der südkoreanische KOSPI-Index brach um fast 10 % ein, Samsung und SK Hynix verloren rund 12 %. Am Mittwoch kehrte sich die Stimmung dank Microns beeindruckender Zahlen rasch um.
Der breitere Markt reagierte mit Begeisterung. Der S&P 500 legte um 0,52 % zu, der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,65 % und der Nasdaq gewann 0,24 % hinzu, wobei Halbleiter- und KI-bezogene Aktien die Erholung anführten. Analysten der Bank of America betonten, dass Microns Leistung die entscheidende Rolle fortschrittlicher Speichertechnologie beim Aufbau der KI-Infrastruktur bestätige und eine disziplinierte Angebotssteuerung in der gesamten Branche widerspiegle.
Zusätzliches Vertrauen schuf die Ankündigung von 16 mehrjährigen Liefervereinbarungen mit einem Mindestvertragsvolumen von rund 100 Milliarden Dollar. Diese langfristigen Verträge unterstreichen die anhaltende Nachfrage nach Hochbandbreitenspeicher und weiteren Rechenzentrumskomponenten, während die großen Cloud-Anbieter ihre KI-Rechenkapazitäten in beispiellosem Tempo ausbauen.
Mit Blick auf die Zukunft gab Micron eine Prognose für das vierte Fiskalquartal ab, die selbst die optimistischsten Erwartungen übertraf: Der Umsatz soll bei etwa 50 Milliarden Dollar liegen, der Gewinn je Aktie bei rund 31 Dollar. Diese Prognose deutet darauf hin, dass sich die Dynamik des Unternehmens nicht nur fortsetzt, sondern weiter beschleunigt, da die KI-getriebene Nachfrage keinerlei Anzeichen einer Abschwächung zeigt. Analysten an der Wall Street bezeichneten das Quartal als Wendepunkt für den Halbleitersektor und bekräftigten die These, dass die Investitionen in KI-Infrastruktur über Jahre hinweg auf hohem Niveau bleiben.
Kommentare