Leitende Krankenhausärzte in England streiken am 25. und 26. November wegen Bezahlung und Arbeitsbedingungen, teilte die British Medical Association am 26. Oktober mit. Die Gewerkschaft plant 48 Stunden Arbeitskampf vom 25. November um 06:59 Uhr GMT bis zur gleichen Uhrzeit am 27. November. Für Notfälle bleibt eine Besetzung wie am ersten Weihnachtstag bestehen.
Der Konflikt läuft seit Mai 2025; im Juli stimmten Mitglieder für Arbeitskampfmaßnahmen. NHS Employers bestätigte Gespräche zwischen Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgebervertretern seit Juli, jedoch ohne Einigung über weitere Schritte. Laut BBC drohen erhebliche Einschränkungen bei regulären Terminen und geplanten Behandlungen.
Die Ärzte erhielten dieses Jahr laut BBC 3,5 Prozent mehr Gehalt. Die BMA beziffert den realen Einkommensrückgang über 17 Jahre jedoch auf 25 Prozent. Sie fordert kürzere reguläre Wochenarbeitszeiten, bessere Anerkennung belastender Dienste außerhalb üblicher Zeiten sowie geschützte Zeit für Lehre und Versorgungsverbesserungen. Damit will sie Erschöpfung entgegenwirken und erfahrene Ärzte halten.
Gesundheitsministerin Yvette Cooper äußerte Enttäuschung, bezeichnete die Gespräche als konstruktiv und warnte vor zusätzlichem Druck im Winter, berichtete Sky News. Laut BBC schätzt die Regierung die jährlichen Kosten aller Forderungen auf zwei bis drei Milliarden Pfund. Diese Summe ist eine Regierungsschätzung, kein vereinbarter Abschlussbetrag.
NHS-Employers-Chef Ben Morrin erkannte Sorgen über Gehälter, Arbeitszeiten und das Gehaltsprüfungsgremium an, warnte aber vor geschwächten Krankenhausteams vor dem Winter. Er forderte erneute Gespräche und Klarheit über verfügbare Mittel. Bei einem Streik müsse die möglichst sichere Versorgung im Mittelpunkt stehen.
Laut BMA lässt sich der Ausstand noch vermeiden, wenn die Ministerin ausreichend finanzierte formelle Verhandlungen über Bezahlung und Bedingungen zusagt. Förmliche Streikmitteilungen sollen folgen. Die Notversorgung bleibt gewährleistet; das Ausmaß der Einschränkungen geplanter Behandlungen hängt davon ab, ob die Gespräche vor den angekündigten Terminen eine Lösung bringen.
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