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Shell schließt 13,9 Milliarden Dollar schwere ARC-Übernahme ab

Veröffentlicht am 3. September 2026 0 Aufrufe

Shell hat die Übernahme des kanadischen Öl- und Gasproduzenten ARC Resources nach den erforderlichen Zustimmungen von Aktionären, Gerichten und Aufsichtsbehörden abgeschlossen, teilten beide Unternehmen am 2. September mit. Auf Grundlage des Schlusskurses der Shell-Aktie und aktueller Wechselkurse erreicht die Transaktion einen Eigenkapitalwert von rund 13,9 Milliarden US-Dollar sowie einen Unternehmenswert von etwa 16,5 Milliarden Dollar einschließlich übernommener Schulden und Leasingverpflichtungen.

Der Zusammenschluss fügt Shells Förderung sofort rund 370.000 Barrel Öläquivalent pro Tag aus Erdgas, Rohöl und weiteren Flüssigprodukten hinzu. Nach Angaben von Shell erhöhen die neuen Anlagen die erwartete durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Produktion bis 2030 auf Basis von 2025 auf etwa 4 Prozent. Vor der Ankündigung der Vereinbarung im April hatte der Konzern eine Rate von 1 Prozent genannt.

ARC-Aktionäre erhalten für jede gehaltene ARC-Aktie 8,20 kanadische Dollar in bar und 0,40247 Shell-Stammaktien. Zu den Marktpreisen vom 2. September bezifferte Shell die Gegenleistung auf etwa 3,3 Milliarden US-Dollar in bar und 10,6 Milliarden Dollar in neu ausgegebenen Aktien. Der Konzern übernimmt zusätzlich rund 2,5 Milliarden Dollar an Nettoschulden und Leasingverpflichtungen; die Auslieferung der Shell-Aktien soll einige Tage dauern.

Die Akquisition erweitert Shells Position in der Montney-Formation im Nordosten von British Columbia und im Nordwesten von Alberta erheblich. Das Gebiet zählt zu den größten nordamerikanischen Vorkommen für Erdgas und Flüssigprodukte. Bei der Ankündigung des Vertrags veröffentlichte Unterlagen nannten für ARC rund 1,5 Millionen Netto-Acres sowie ungefähr 2 Milliarden Barrel Öläquivalent an nachgewiesenen und wahrscheinlichen Reserven. Sie ergänzen Shells vorhandene Montney-Beteiligungen und kanadische Flüssigerdgasinteressen.

Shell-Chef Wael Sawan erklärte sinngemäß, die betriebliche Bilanz und die technische Fachkenntnis von ARC sollten dem Konzern bei der Entwicklung langlebiger, kostengünstiger Flüssigproduktion helfen. Shell erwartet zweistellige Renditen, stärkere langfristige Zahlungsströme und ab 2027 einen höheren freien Cashflow je Aktie. Diese Prognosen hängen allerdings von Rohstoffpreisen, der erfolgreichen Integration und weiteren Geschäftsrisiken ab.

ARC erklärte, die einschließlich übernommener Nettoschulden auf etwa 22 Milliarden kanadische Dollar bewertete Vereinbarung sei am 2. September wirksam geworden. Damit gehört der Produzent aus Calgary als indirekte hundertprozentige Tochter zu Shell Canada. Der Abschluss beendet die Genehmigungsphase der erstmals am 27. April angekündigten Transaktion; nun stehen die Zusammenführung der Betriebe sowie die von Shell prognostizierten Produktions- und Finanzvorteile im Mittelpunkt.

Quellen: Shell plc, ARC Resources, Reuters

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