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Überschwemmungen im südlichen Afrika fordern über 200 Todesopfer

Veröffentlicht am 22. Januar 2026 489 Aufrufe

Verheerende Überschwemmungen im südlichen Afrika haben mehr als 200 Menschenleben gefordert und über eine halbe Million Menschen vertrieben, während Südafrikas berühmter Krüger-Nationalpark katastrophale Schäden erleidet. Die südafrikanische Regierung bestätigte am Mittwoch, dass 15 Camps innerhalb des Parks geschlossen bleiben, wobei einige Gebiete aufgrund zerstörter Straßen und Brücken völlig unzugänglich sind.

Die Überschwemmungen, ausgelöst durch wochenlange Regenfälle im Zusammenhang mit dem Wetterphänomen La Niña, haben Mosambik, Südafrika und Simbabwe seit Mitte Dezember verwüstet. Mosambik wurde am härtesten getroffen, mit 103 Todesopfern und mehr als 327.000 Vertriebenen allein in der Provinz Gaza. Die Behörden berichten, dass etwa 40 Prozent der Provinz überflutet sind, wobei Hunderttausende in provisorischen Einrichtungen wie Schulen und Kirchen Zuflucht suchen.

In Südafrika gab Umweltminister Willie Aucamp bekannt, dass die Schäden an der Infrastruktur des Krüger-Nationalparks weitverbreitet sind und Brücken, Straßen, Wassersysteme, elektrische Netze und Touristenunterkünfte betreffen. Der Park, der fast 80 Prozent des Betriebsbudgets von SANParks erwirtschaftet, verzeichnete zwischen dem 9. und 19. Januar einen Rückgang der Besucherzahlen um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die südlichen und nördlichen Bereiche des Parks bleiben vollständig voneinander abgeschnitten.

Die Katastrophenschutzbehörde Simbabwes meldete 70 Todesfälle und mehr als 1.000 zerstörte Häuser, während Infrastrukturen wie Schulen, Straßen und Brücken im ganzen Land zusammengebrochen sind. Südafrika erklärte am Sonntag den nationalen Katastrophenfall, nachdem Überschwemmungen in den nördlichen Provinzen Limpopo und Mpumalanga mindestens 37 Menschen getötet hatten. Präsident Cyril Ramaphosa besuchte betroffene Gebiete, in denen einige Regionen in weniger als einer Woche über 400 Millimeter Regen erhielten.

SANParks schätzt, dass die Schäden allein im Krüger-Nationalpark Hunderte von Millionen Rand erreichen könnten, zusätzlich zu den Verlusten durch eine frühere Überschwemmung im Jahr 2023, von der sich der Park noch erholte. Die Organisation hat den Kruger Recovery Fund eingerichtet, um Spenden für den Wiederaufbau entgegenzunehmen. Trotz der weitverbreiteten Zerstörung wurden innerhalb der Parkgrenzen keine Menschenleben verloren, obwohl die Nachhaltigkeit des gesamten Nationalparknetzwerks Südafrikas nun gefährdet ist.

Quellen: Al Jazeera, NBC News, Daily Maverick, SANParks, South African Government, Relief Web

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