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Syrische Regierung kündigt Waffenstillstand mit kurdischen SDF nach Einnahme von Tabqa und Euphrat-Staudamm an

Veröffentlicht am 19. Januar 2026 249 Aufrufe

Die syrische Regierung hat nach fast zwei Wochen intensiver Kämpfe einen sofortigen Waffenstillstand mit den von Kurden geführten Syrischen Demokratischen Kräften an allen Fronten angekündigt, nachdem eine rasche Militäroffensive die Regierungstruppen zur Einnahme der strategischen Stadt Tabqa und des größten Staudamms Syriens am Euphrat geführt hatte.

Präsident Ahmed al-Sharaa kündigte an, dass die syrische Armee im Rahmen des historischen Abkommens die Kontrolle über drei östliche und nordöstliche Provinzen, darunter Raqqa, Deir Az Zor und Hasakah, von den SDF übernehmen wird. Das Abkommen markiert eine dramatische Verschiebung des Kräfteverhältnisses in Nordsyrien, etwas mehr als einen Monat nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember.

Informationsminister Hamza al-Mustafa bestätigte, dass die Regierungstruppen Tabqa und den nahe gelegenen Euphrat-Staudamm gesichert hatten, nachdem sie Kämpfer mit Verbindungen zur Kurdischen Arbeiterpartei vertrieben hatten. Die Armee eroberte auch den Freiheitsstaudamm, früher als Baath-Staudamm bekannt, westlich von Raqqa. Diese Wasserkraftanlagen sind kritische Infrastruktur für die Stromerzeugung und Wasserwirtschaft in der Region.

Das Waffenstillstandsabkommen enthält Bestimmungen zur Auflösung der SDF und zur Integration ihrer Kräfte in den nationalen Militär- und Sicherheitsapparat Syriens. Hochrangige Militär- und Zivilbeamte der kurdisch geführten Kräfte würden im Rahmen der Vereinbarung hochrangige Positionen in staatlichen Institutionen erhalten.

Die Kämpfe waren am 6. Januar in Aleppo zwischen Regierungstruppen und den SDF ausgebrochen, nachdem Verhandlungen über eine friedliche Integration der kurdischen Kämpfer in die nationale Armee gescheitert waren. Die schnelle Regierungsoffensive überraschte viele Beobachter.

Die Ankündigung folgte auf ein Treffen zwischen Präsident al-Sharaa und dem US-Sondergesandten für Syrien Tom Barrack in Damaskus. Barrack lobte das Abkommen und erklärte, es werde zu erneuertem Dialog und Zusammenarbeit in Richtung eines vereinten Syriens führen.

Quellen: Al Jazeera, CNN, NBC News, ABC News, NPR, Euronews