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Tiger Woods akzeptiert Einigung wegen rücksichtsloser Fahrt und fünfjährige Führerscheinsperre

Veröffentlicht am 2. September 2026 0 Aufrufe

Tiger Woods akzeptierte am Mittwoch in Stuart im US-Bundesstaat Florida eine Verurteilung ohne Schuldeingeständnis wegen des reduzierten Vorwurfs rücksichtslosen Fahrens. Damit endet das Strafverfahren nach einem Überschlag im März nahe seinem Wohnort Jupiter Island. Der 50-jährige Golfer nahm eine fünfjährige Führerscheinsperre an; die Staatsanwaltschaft ließ den ursprünglichen Vorwurf einer Fahrt unter Einfluss fallen, berichteten Associated Press, ABC News und CBS News unter Berufung auf Gerichtsakten.

Zunächst hatte Woods die Vorwürfe einer beeinträchtigten Fahrt mit Sachschaden und der Verweigerung eines rechtmäßigen Tests zurückgewiesen. Nach Angaben der Behörden streifte sein Geländewagen auf einer Wohnstraße mit einem Tempolimit von knapp 50 km/h einen Lastwagen und kippte auf die Seite. Der Unfallbericht bezifferte den Schaden am Lastwagen auf etwa 5.000 Dollar. Woods saß allein in seinem Fahrzeug, als Beamte ihn festnahmen.

Dem Bericht des Sheriffs zufolge fanden Beamte zwei Schmerztabletten in Woods' Tasche und erkannten Anzeichen, die sie als mögliche Beeinträchtigung bewerteten. Ein Atemtest ergab keinen Alkohol, doch Woods lehnte den verlangten Urintest ab. Der Staatsanwalt erklärte, zwei Toxikologen hielten die vorhandenen Belege für unzureichend, um eine Beeinträchtigung nachzuweisen, und verwiesen auf Woods' pharmakologische Toleranz, berichtete die AP.

Im Rahmen der Einigung änderte die Anklage den Hauptvorwurf in rücksichtsloses Fahren und behandelte die Testverweigerung als geringeres Verkehrsdelikt. Die gleichzeitig geltenden Sperren ergeben insgesamt fünf Jahre. Laut den von der AP angeführten Akten verhängte das Gericht außerdem eine Geldstrafe von 1.500 Dollar. Der Richter warnte Woods, eine Fahrt während der Sperre führe unmittelbar zurück ins Gefängnis.

Woods erschien gemeinsam mit Vanessa Trump und äußerte sich bei der Annahme der Vereinbarung nur knapp. Er verließ das Gerichtsgebäude ohne Gespräch mit Reportern; sein Anwalt beantwortete eine Anfrage der AP zunächst nicht. Staatsanwalt Thomas Bakkedahl verteidigte die Einigung und erläuterte, die Beweislage erschwere den Nachweis des ursprünglichen Vorwurfs erheblich, weshalb er das ausgehandelte Ergebnis für angemessen halte.

Der Fall bringt eine weitere Belastung für die Laufbahn eines der einflussreichsten Golfspieler. Woods gewann 15 Major-Titel, darunter das Masters 2019, doch mehrere Rücken- und Knieoperationen sowie schwere Verkehrsunfälle schränkten seinen Wettkampfkalender stark ein. Die Vereinbarung vom Mittwoch schließt das Strafverfahren ab; das fünfjährige Fahrverbot und eine mögliche Haft bei einem Verstoß bleiben jedoch bestehen.

Quellen: Associated Press, ABC News, CBS News, UPI

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