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Trump verhängt 10% Zölle gegen acht europäische Länder wegen Grönland-Kauf

Veröffentlicht am 19. Januar 2026 367 Aufrufe

Präsident Donald Trump kündigte am Samstag an, dass er neue 10-Prozent-Zölle auf Dänemark und sieben weitere europäische Länder erheben werde, bis eine Vereinbarung über den Kauf Grönlands durch die Vereinigten Staaten erreicht wird. Der beispiellose Schritt markiert eine dramatische Eskalation in Trumps Bemühungen, das halbautonome dänische Territorium zu erwerben.

Die Zölle, die am 1. Februar in Kraft treten sollen, werden Exporte aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Finnland betreffen. Trump warnte, dass der Zollsatz am 1. Juni auf 25 Prozent steigen würde, wenn keine Einigung erzielt wird. In einem Beitrag auf Truth Social rechtfertigte Trump die Maßnahmen mit der Behauptung, dass China und Russland Grönland wollen und Dänemark es nicht schützen kann.

Die europäische Reaktion war schnell und einheitlich. Die Führer aller acht betroffenen Nationen gaben eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie warnten, dass die Zolldrohungen die transatlantischen Beziehungen untergraben und eine gefährliche Abwärtsspirale riskieren. Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen erklärte, dass Europa sich nicht erpressen lassen wird. Die Europäische Union hat Gespräche aufgenommen, um Vergeltungszölle von bis zu 108 Milliarden Dollar auf amerikanische Produkte zu erheben.

Die Zölle haben auch Kritik aus Trumps eigener Partei hervorgerufen. Senatorin Lisa Murkowski nannte die Zölle unnötig, strafend und einen schwerwiegenden Fehler. Senator Tom Cotton verteidigte jedoch den Präsidenten und erklärte, dass Grönland für die nationalen Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten von entscheidender Bedeutung ist.

Umfragen zeigen, dass amerikanische Bürger den Erwerb Grönlands durch Washington nicht unterstützen.

Quellen: NBC News, Al Jazeera, Bloomberg, CNBC, NPR, CNN