Zurück zur Startseite Taifun Noul zwingt 801.000 Menschen wegen wachsender Flutgefahr zur Umsiedlung Umwelt

Taifun Noul zwingt 801.000 Menschen wegen wachsender Flutgefahr zur Umsiedlung

Veröffentlicht am 27. Juli 2026 419 Aufrufe

Taifun Noul schwächte sich nach seinem Auftreffen auf Südchina am Sonntag, dem 26. Juli, zu einem Tropensturm ab. Die Behörden warnten jedoch, dass kräftiger Regen Guangdong und benachbarte Regionen weiter bedroht. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua brachten Einsatzkräfte mehr als 801.000 Menschen in Guangdong in Sicherheit, während Wasserbehörden ihre Notfallmaßnahmen wegen der Gefahr von Sturzfluten in Bergregionen verstärkten.

Chinas Nationales Meteorologisches Zentrum erklärte, Noul habe die Küste nahe dem Kreis Huidong in der Stadt Huizhou gegen 3.50 Uhr Ortszeit erreicht. Beim Herannahen an Land führte der Sturm in seinem Zentrum anhaltende Windgeschwindigkeiten von rund 110 Kilometern pro Stunde. Staatsmedien bezeichneten ihn als den stärksten Taifun, der China im bisherigen Jahresverlauf 2026 erreicht hat.

Auch Hongkong verzeichnete erhebliche Störungen. Die Behörden meldeten mindestens 21 Verletzte während des Taifuns. Die Flughafenverwaltung teilte mit, dass am Sonntag etwa 350 Flüge ausfielen und am Wochenende rund 2.000 Passagiere am Flughafen festsaßen. Starker Wind und Regen beeinträchtigten zugleich Straßen und weitere Verkehrsverbindungen.

Reuters berichtete, dass die Behörden nach dem Landgang zwei Tage lang mit starkem bis sintflutartigem Regen in weiten Teilen Südchinas rechneten. Lokale Verwaltungen sollten besonders hochwassergefährdete Gebirgs- und Flussgebiete, Täler, Baustellen und Brücken überwachen. Das Ministerium für Wasserressourcen erhöhte unterdessen die Hochwasserbereitschaft für mehrere Regionen einschließlich Guangdong.

Die Notfallvorbereitungen nahmen zu, als sich Noul über dem Südchinesischen Meer verstärkte. Nationale und regionale Stellen koordinierten Maßnahmen gegen Fluten und Taifunfolgen, setzten Bahnverbindungen aus oder passten sie an und brachten Bewohner aus gefährdeten Küsten- und Tieflandgebieten fort. Der Einsatz zeigt, dass die Risiken trotz nachlassender Winde bestehen bleiben, denn konzentrierter Regen kann weit im Landesinneren Sturzfluten, Erdrutsche und anschwellende Flüsse auslösen.

Die Wetterdienste erwarteten eine fortschreitende Abschwächung Nouls auf seinem Weg ins Landesinnere, doch Regen und Folgegefahren blieben zunächst die größte Sorge. Die Behörden überwachten weiterhin gefährdete Bezirke und Verkehrsnetze. Das Ausmaß der Umsiedlungen verdeutlichte die regionale Wirkung des Sturms, obwohl seine Windstärke sank.

Quellen: Associated Press, Reuters, Xinhua News Agency, Hong Kong authorities

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