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USA beschuldigen China geheimen Atomtests in Genfer Enthüllung

Veröffentlicht am 7. Februar 2026 904 Aufrufe

Die Vereinigten Staaten haben China öffentlich beschuldigt, im Jahr 2020 einen geheimen nuklearen Sprengtest durchgeführt zu haben, was eine bedeutende Eskalation der Spannungen zwischen den beiden Mächten darstellt, während Washington einen neuen trilateralen Rüstungskontrollrahmen fordert. Thomas DiNanno, Unterstaatssekretär für Rüstungskontrolle und internationale Sicherheit, machte die Enthüllung während einer Rede auf der Abrüstungskonferenz in Genf, Schweiz, am 6. Februar 2026.

DiNanno erklärte, dass die US-Regierung weiß, dass China nukleare Sprengversuche durchgeführt hat, einschließlich der Vorbereitung von Tests mit festgelegten Erträgen von Hunderten von Tonnen. Er identifizierte speziell den 22. Juni 2020 als Datum eines solchen ertragbringenden Atomtests und beschuldigte das chinesische Militär, versucht zu haben, die Tests zu verbergen, indem es die Nuklearexplosionen verschleierte, da es erkannte, dass diese Tests gegen Testverbotsauflagen verstoßen.

Die Enthüllung erfolgt nur einen Tag nachdem der New-START-Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten und Russland am 5. Februar 2026 offiziell ausgelaufen ist, wodurch die Welt zum ersten Mal seit dem Kalten Krieg ohne Beschränkungen für die Nukleararsenale der Großmächte dasteht. DiNanno charakterisierte diesen Moment als das Ende einer Ära der einseitigen US-Zurückhaltung und deutete an, dass Washington nun seine nuklearen Fähigkeiten ausbauen könnte.

Nach US-Geheimdiensteinschätzungen hat China sein Nukleararsenal im letzten Jahrzehnt rasch aufgebaut, wobei Peking derzeit etwa 600 Sprengköpfe besitzt und jährlich etwa 100 hinzufügt. DiNanno warnte, dass China auf dem Weg sei, bis 2030 über 1.000 Atomsprengköpfe zu haben, wobei Russland angeblich diesen Aufbau unterstützt, indem es bei der Entwicklung von waffenfähigem Spaltmaterial hilft.

China hat auf die spezifischen Anschuldigungen nicht offiziell reagiert, hat aber zuvor jegliche Verstöße gegen Atomtests bestritten. Die chinesische Regierung hält an einer Politik des Ersteinsatzverzichts von Atomwaffen fest und behauptet, ihre Nuklearstrategie konzentriere sich auf die Selbstverteidigung. Peking hat auch dem US-Druck widerstanden, sich trilateralen Rüstungskontrollverhandlungen anzuschließen, und argumentiert, sein Arsenal sei deutlich kleiner als das der Vereinigten Staaten und Russlands.

Sowohl die Vereinigten Staaten als auch China haben den Umfassenden Kernwaffenteststopp-Vertrag von 1996 unterzeichnet, aber nicht ratifiziert. Russland zog seine Ratifizierung 2023 zurück. Die Anschuldigungen auf der Genfer Konferenz signalisieren eine neue Phase im Wettbewerb der Großmächte.

Quellen: NBC News, Newsweek, CNN, Washington Post, Japan Times

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