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USA pausieren weltweit die Bearbeitung von Einwanderungsvisa

Veröffentlicht am 27. August 2026 0 Aufrufe

Die Vereinigten Staaten pausieren vorübergehend die weltweite Bearbeitung von Einwanderungsvisa, während das Außenministerium Konsularbeamte für eine strengere Prüfung von Antragstellern schult, die möglicherweise auf öffentliche Leistungen angewiesen sein könnten. Die Unterbrechung betrifft Menschen, die dauerhaft in das Land ziehen möchten. Visa für befristete Tourismus-, Studien- oder Geschäftsaufenthalte bilden eine eigene Kategorie.

Nach Angaben des Außenministeriums starteten Botschaften und Konsulate Anfang August eine globale Schulungsinitiative. Die Beamten erhalten Anweisungen zur Anwendung des bestehenden Ausschlussgrundes der öffentlichen Belastung. Dieser verlangt eine individuelle Bewertung, ob ein Antragsteller voraussichtlich überwiegend von staatlicher Unterstützung abhängig sein wird. Das Ministerium beschreibt die Maßnahme nicht als dauerhafte Aussetzung.

Associated Press berichtete, die Pause solle voraussichtlich spätestens Anfang oder Mitte September enden. Das Ministerium will abgesagte oder verschobene Gespräche neu ansetzen. Viele Antragsteller mit ursprünglichen Augustterminen dürften neue Daten im September, Oktober oder November erhalten. Dennoch bringt die Verzögerung zusätzliche Unsicherheit für Familien und arbeitsbezogene Antragsteller nach häufig langwierigen Verfahren.

Der Schritt folgt auf ein Urteil eines Bundesgerichts vom 21. August, das eine andere Politik des Außenministeriums zur Aussetzung von Einwanderungsvisa für Staatsangehörige aus 75 Ländern aufhob. Die Richterin sah darin eine Überschreitung der Befugnisse des Außenministers und eine Verdrängung jener Einzelfallentscheidungen, die der Kongress Konsularbeamten übertrug. Die weltweite Schulungspause greift breiter, bleibt jedoch befristet und unterscheidet sich operativ von dieser früheren länderbezogenen Regel.

Die Regierung von Präsident Donald Trump verschärfte in seiner zweiten Amtszeit Beschränkungen für unerlaubte und legale Einwanderung. AP berichtete außerdem über einen gesonderten Plan, bis zu 200.000 Geschäfts- und Touristenvisa von Ausländern zu widerrufen, die später Asyl beantragten. Rechtliche Anfechtungen gelten als wahrscheinlich. Fachleute für Einwanderung betrachten diese Maßnahmen als Bestandteile eines umfassenderen Vorhabens zur Verringerung der Einreisen.

Antragsteller im Ausland müssen nun Mitteilungen der zuständigen Botschaft, des Konsulats oder des National Visa Center abwarten und dürfen nicht von einem unveränderten Termin ausgehen. Bewerber um eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung, die sich bereits in den USA befinden, nutzen in der Regel ein anderes Statusanpassungsverfahren und führen normalerweise kein Einwanderungsvisumgespräch im Ausland. Entscheidend ist nun, ob die Vertretungen im angekündigten Zeitraum wieder Gespräche anbieten und wie schnell sie verschobene Fälle bearbeiten.

Quellen: Associated Press, Reuters, U.S. Department of State, The Washington Post, University of Michigan International Center

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