Zurück zur Startseite WHO startet Notfall-Appell über fast 1 Milliarde Dollar für 36 globale Gesundheitskrisen Gesundheit

WHO startet Notfall-Appell über fast 1 Milliarde Dollar für 36 globale Gesundheitskrisen

Veröffentlicht am 3. Februar 2026 997 Aufrufe

Die Weltgesundheitsorganisation hat am Montag ihren globalen Notfall-Appell 2026 gestartet und bittet um fast eine Milliarde US-Dollar, um Millionen von Menschen, die in Konflikten, Katastrophen und humanitären Notlagen gefangen sind, lebensrettende Gesundheitsversorgung in 36 Krisensituationen weltweit zu bieten.

Die ehrgeizige Finanzierungsanfrage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die WHO mit ihrem schwierigsten operativen Umfeld seit Jahren konfrontiert ist, wobei 14 der 36 Notfälle als Grad 3 eingestuft sind, die höchste Stufe, die eine maximale organisatorische Reaktion erfordert. Der Appell deckt kritische Situationen in Afghanistan, der Demokratischen Republik Kongo, Haiti, Myanmar, dem besetzten palästinensischen Gebiet, Somalia, Südsudan, Sudan, Syrien, der Ukraine und dem Jemen sowie die andauernden Cholera- und Mpox-Ausbrüche ab.

WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte die Dringlichkeit des Appells bei der Ankündigung und erklärte, dies sei ein Aufruf, an der Seite von Menschen zu stehen, die in Konflikten, Vertreibung und Katastrophen leben. Er merkte an, dass Gesundheitsarbeiter an vorderster Front dieser Krisen nachhaltige Unterstützung benötigen, um ihre lebensrettende Arbeit unter zunehmend gefährlichen Bedingungen fortzusetzen.

Die Organisation hob ihre Erfolge aus dem Jahr 2025 hervor, um die Wirkung der Notfallfinanzierung zu demonstrieren. Im vergangenen Jahr unterstützten die WHO und ihre Partner 30 Millionen Menschen durch den jährlichen Notfall-Appell, lieferten lebensrettende Impfungen an 5,3 Millionen Kinder, ermöglichten 53 Millionen Gesundheitskonsultationen, unterstützten mehr als 8.000 Gesundheitseinrichtungen und setzten 1.370 mobile Kliniken ein, um abgelegene und unterversorgte Bevölkerungsgruppen zu erreichen.

Allerdings äußerten WHO-Beamte Besorgnis darüber, dass die humanitäre Finanzierung 2025 unter das Niveau von 2016 gefallen ist, was dazu führte, dass nur ein Drittel der 81 Millionen Zielpersonen Hilfe erhielt. Diese Finanzierungslücke hat schwierige Entscheidungen darüber erzwungen, welche Bevölkerungsgruppen Versorgung erhalten und welche auf wesentliche Gesundheitsdienste verzichten müssen.

Irlands Botschafter bei den Vereinten Nationen betonte beim Start, dass jede humanitäre Krise grundsätzlich eine Gesundheitskrise ist, und unterstrich die zentrale Rolle, die die WHO bei der Notfallreaktion spielt. Norwegens stellvertretender Vertreter fügte hinzu, dass die WHO unverzichtbar bleibt, um die Gesundheit zu schützen und sicherzustellen, dass lebensrettende Versorgung die Menschen erreicht, die sie am dringendsten benötigen.

Quellen: World Health Organization, WHO News, Al Jazeera

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