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WHO-Staaten kommen bei Gesprächen über Pandemie-Erreger voran

Veröffentlicht am 20. Juli 2026 661 Aufrufe

Die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation erzielten Fortschritte bei Verhandlungen über die Weitergabe von Erregern mit Pandemiepotenzial und die Verteilung der daraus entstehenden Vorteile, teilte die WHO am Montag, dem 20. Juli, in Genf mit. Die Regierungen strafften den Entwurf eines Anhangs zum WHO-Pandemieabkommen, benötigen aber weitere Gespräche für einen endgültigen Rahmen.

Die siebte Sitzung der zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe zum Abkommen endete am Freitag nach zweiwöchigen Verhandlungen vom 6. bis 17. Juli. Die Länder bekräftigten ihre Unterstützung für ein System zum Zugang zu Krankheitserregern und Vorteilsausgleich. Es soll den Austausch von Proben und genetischen Sequenzinformationen beschleunigen und daraus entwickelte Gesundheitsprodukte gerechter verteilen.

Die Gespräche behandelten vertragliche Grundlagen des geplanten Systems, den Aufbau der Labornetzwerke für Austausch und Handhabung von Erregern und Sequenzdaten sowie die Definition der entstehenden Vorteile. Dazu zählen Impfstoffe, Diagnosetests und Therapien für Pandemien. Deshalb besitzt der noch offene Anhang zentrale Bedeutung für den künftigen Zugang zu medizinischen Gegenmaßnahmen.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte, Unterschiede bestünden weiterhin, ließen sich aber überbrücken, wenn die Länder am gemeinsamen Ziel des schnellen wissenschaftlichen Austauschs und eines gerechten Zugangs festhielten. Die Ko-Vorsitzenden meldeten wichtige Fortschritte bei technisch und politisch schwierigen Bestimmungen, räumten jedoch offene Fragen ein.

Nach Angaben der WHO müssen die Staaten den Anhang abschließen, bevor sie Unterzeichnung und Ratifizierung des umfassenderen Pandemieabkommens prüfen können. Die Weltgesundheitsversammlung nahm das Abkommen im Mai 2025 an, um internationale Prävention, Vorsorge und Reaktion zu stärken, und setzte die offene Arbeitsgruppe für zentrale Restaufgaben ein.

Die Verhandlungspartner sagten weitere intensive Arbeit zu; die achte Sitzung ist für den 14. bis 18. September 2026 geplant. Dann zeigt sich, ob aus dem gestrafften Text ein Konsens über Labore, Verträge und Vorteile entsteht. Die WHO betrachtet diese Schritte als entscheidend für eine schnellere, wirksamere und gerechtere Reaktion auf eine künftige Pandemiegefahr.

Quellen: World Health Organization

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